Test: Nintendo Switch OLED

Von | 10. November 2021

Nach der Arbeit, während einer Pause oder einer kreativen Auszeit kann es nie schaden, seine Seele baumeln zu lassen bzw. sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Mir persönlich helfen bei solchen Auszeiten am besten ein Spiel in die Hand zu nehmen und sich in eine neue virtuelle Welt zu begeben.

Das neue Topmodel von Nintendo: OLED Switch.

Nintendo hatte dazu schon seit 2017 das Nintendo Switch als einfachen und sehr komfortable Lösung angeboten, nicht nur am Fernseher sondern auch “To-Go” oder außerhalb der eigenen Wohnung sich einem Spiel zu widmen. Und das Angebot seit 2017 ist stetig am wachsen und ein Ende ist nicht abzusehen.

Das beste an diesem System ist, dass es jetzt die ultimative Version dieser mobilen Spielekonsole veröffentlicht wurde. Ich habe mir dieses Gerät angeschafft und möchte meine Erfahrungen mit euch Teilen.

Gerüchte vor der Veröffentlichung des OLED Models gab’ es viele. Von einer schnelleren CPU bis hin zu einer 4k Auflösung wurde gemunkelt. 

Leider wurden aus diesen Gerüchten nichts aber trotzdem ist das nun erhältliche OLED Model ein größeres Update als viele von uns vielleicht gedacht haben.

Das neue Model gibt es in zwei Farben: Einmal mit einem roten und blauen Joy Con Controller plus schwarzem Dock. Und als zweite Fassung die Controller in Schnee weiß genauso wie das Dock. Ich habe mich für die weiße Version entschieden da ich die Ästhetik besonders schön finde und es auch im Design her perfekt zur PlayStation 5 passt.

Das Erste, was einem auffällt, ist das wunderschöne 7 inch OLED Display. Nicht nur das es größer als das Standart Model daherkommt (7 inch statt 6,2 inches), es besseren Kontrast bietet und echtes Schwarz darstellen kann. 

Das OLED Display ist eins der besten Neuerungen am neuen Model.

Der Bildschirm ist dieses mal tatsächlich aus Glas, wie man es von modernen Smartphones her schon kennt. Vorbei ist die Zeit des billigen und leicht zerkratzbaren Plastikscheibe, die Nintendo immer noch gerne verbaut hat und es in den billigeren Modellen auch immer noch tut. Die Konsole fühlt sich u.a. auch daher wie ein Premium Ausgabe an und nicht mehr wie ein Spielzeug. 

Die Joy Con Controller haben eine sich schön anfühlende Oberflächenstruktur und sitzen jetzt noch fester in den Schienen der Konsole ohne zu wackeln. 

Nintendo selber hat in einem Interview zugegeben, dass die Joy Cons überarbeitet – und für bessere Haltbarkeit optimiert wurden. Die Zeit wird es zeigen, ob dem so ist, aber vielversprechend hört sich das auf alle Fälle an.

Der integrierte Ständer, damit man die Konsole auf einen Tisch aufstellen kann ist größer und sehr viel stabiler ausgefallen. Die OLED Konsole sitzt schön gerade und wackelfrei auf einer ebenen Fläche. Das selbe kann man nicht von dem Basis Model der Switch sagen, welches sehr wackelig daherkommt. 

Switch Ständer neu und alt im Vergleich.

Das Dock hat auch ein Upgrade bekommen. Die Klappe kann man dieses mal komplett abnehmen und man hat jetzt einen Ethernet Port mit an Bord. 

Das neue Dock mit integriertem LAN Port.

Die Innenseite des Docks ist ganz glatt gehalten und hat zusätzlich Gummihalterungen. Dadurch wird vermieden, dass man ausersehen seinen Bildschirm der Konsole beim Einstecken in das Dock verkratzt. Das war ein Problem mit dem original Modell, weswegen ich mein altes Dock mit Filzeinlegern modifiziert hatte. 

Nintendo weiß, dass die Kauf-Zielgruppe dieser Konsole diejenigen Käufer sind, die höchstwahrscheinlich schon eine Switch Konsole im Haushalt haben.

So hat Nintendo es dieses mal einfach gemacht, Inhalte und Spiele von einer alten Konsole auf die neue zu Übertragen. Mit einem Schritt-für-Schritt Tutorial wird einem erklärt, wie man diese Übertragung macht.

Der eingebaute Guide der beim “Umzug” auf die neue Switch Konsole hilft.

Wenn man dann die Konsole in den Händen hält und mit ihr längere Zeit spielt, merkt man, dass die Konsole viel weniger Wärme erzeugt. Das bedeutet weniger Lüfterlärm und insgesamt längere Batterielaufzeit. Das ist auch dem OLED Display zu verdanken, welches bei dunklen Bereichen weniger Strom verbraucht. 

Auch war die größere Hitze bei dem 2017 Model mit dafür verantwortlich, dass mit der Zeit der Bereich um den Power-Button ein Riss entstand. Hoffentlich ist dieser Effekt bei dem neuen Gerät nicht mehr der Fall.  

Die original Switch Konsole von 2017 hatte leichte strukturelle Probleme.

Die Lautsprecher wurden in der Qualität auch verbessert und sind nun lauter und sorgen für eine viel bessere Stereo Trennung. 

Die original Switch Konsole im Vergleich mit der neuen OLED Version.

Jetzt testen wir die Ladezeiten von zwei Spielen. Ich teste Mario Kart 8 und Zelda: Breath of the wild:

Mario Kart 8 braucht auf dem OLED Switch 15.52 Sekunden zum laden.

Auf dem original 2017 Switch brauchte der Ladevorgänge 15.75 Sekunden.

Die Ladezeit für ein gespeichertes Spiel von Zelda Breath of the Wild nimmt auf dem OLED Model 20.50 Sekunden in Anspruch.

Das original Switch braucht dafür 20.43 Sekunden.

Beide Spiele laden von einer externen Kopie des Spiels und nicht von einer SD-Speicherkarte oder dem internen Speicher der Konsole. Das Ergebnis zeigt, dass es hier keine Verbesserungen gibt. Dafür hat die OLED Konsole doppelt soviel internen Speicher (64GB) als die nicht OLED Konsole.

Fazit

Alles in allem kann ich sagen, dass mir das OLED Model der Switch richtig gut gefällt. Dies ist das Nintendo Switch System, dass Nintendo 2017 hätte rausbringen sollen. Vor allem, da schon die Sony PS Vita schon OLED bot, erschien eine neue Konsole wieder mit Standard LCD etwas rückständig. Der normale Spieler, der nicht so auf die Qualität achtet, war das natürlich egal. 

Wer es mehr “Deluxe” mag, kann jetzt zur OLED Version greifen und für mich hat sich das Upgrade gelohnt. Die Konsole fühlt sich wie eine Perfektionierung eines sehr guten Systems an. Für schnellere Ladezeiten und höhere Auflösung müssen wir auf eine potentielle Switch 2 Konsole warten. Bis dahin kann ich dieses Model empfehlen. Vor allem auch, da man die Konsole vom Preis her sehr fair gestaltet wurde. Das OLED Model liegt bei ca. 359 Euro während man das Standart Model für 299 Euro bekommt. 

Spielt man mit seinem Switch allerdings exklusiv am TV Bildschirm, dann braucht man das OLED Update nicht wirklich. Aber gerade der Umstand, dass man seine Konsole “to-go” mitnehmen kann, macht für mich die Switch Konsole aus und ich kann es jeden empfehlen, der auch nur entfernt sich für ein Spiel zwischen durch interessieren kann. 

Vorteile:

  • Größerer 7” Bildschirm mit besseren Farben und mehr Kontrast
  • Besserer Sound
  • Mehr interner Speicher (64GB)
  • Stabiler Ständer
  • Weniger Hitzeentwicklung = weniger Lüfter Geräusch und weniger Batterieverbrauch
  • Längere Batterielaufzeit (besonders wenn man es mit der ersten Generation vergleicht)
  • Joy Cons Controller verbessert
  • Dock mit Ethernet und nicht zu kratzanfällig. 
  • Das ganze Produkt fühlt sich mehr “Pro” an und nicht mehr wie ein Spielzeug

Nachteile:

  • Keine 4K Auflösung
  • Keine schnellere CPU
  • Keine schnelleren Ladezeiten

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Und hier mein Test im Video (Englisch mit deutschen Untertiteln)

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