Zwischen den Jahren

By | 29. Dezember 2013

Dieser Begriff ist zwar irgendwie unlogisch, aber jeder weiß, was damit gemeint ist. Ich verwende ihn hier für einen subjektiven, unvollständigen Jahresrückblick auf meine Blog-Artikel und andere Ereignisse des Jahres.

Normalerweise geht man bei einem Jahresrückblick chronologisch vor, das mache ich schon mal nicht. Und ich fange mal, für mich ganz untypisch, mit der Politik an.

Die Qual der Wahl

2013 war ein Wahljahr. Natürlich gefällt mir vieles nicht an der Politik, aber wer macht es besser? Ich habe dann das online-Orakel „Wahl-O-Mat“ befragt. Ergebnis: Tierschutzpartei. Mhm, da kann man eigentlich nichts falsch machen, oder? Ich habe dann deren Wahlprogramm durchgelesen und festgestellt, dass sie auch gegen jede Gen-Manipulation und Gen-Forschung sind. Damit konnte ich mich nicht identifizieren. Vom Gen-Mais zur Armee der Klon-Krieger, kommt das auf uns zu, wenn nicht sofort jede Forschung in dieser Richtung gestoppt wird?

In der Bremer Tageszeitung Weser Kurier habe ich einen Artikel gelesen über den Begriff „German Angst“. Darüber gibt es auch ein Buch; Angst vor der Zukunft ist angeblich typisch deutsch. Stimmt das? Ich versuche jedenfalls Optimist zu sein – geht nicht immer, schon klar. Jedenfalls sehe ich auch in der Politik nicht völlig schwarz oder rot (Wortspiel beabsichtigt). GroKo ist eine schlimme Wortschöpfung, finde ich. Meiner Meinung nach bedeutet das „Großes Krokodil“ und das hat Captain Hook bekanntlich ein Bein abgebissen, seitdem darf er sein Schiff am Behinderten-Kai festmachen. Soviel zur Politik.

GroKo

GroKo

Der neue Mac Pro

Man kann ihn jetzt bestellen. 2014 wird er ausgeliefert. Er kostet eine Menge Geld. Angeblich weniger als eine vergleichbare Windows Workstation. Das mag ja sein, aber als Musiker bin ich mit meinem Mac Pro, Modell Mitte 2010 noch sehr zufrieden. Ich habe ihn gerade zu Weihnachten mit einer zusätzlichen SSD mit 960 GB ausgestattet, für 379,- EUR erstanden im Amazon Adventskalender. Bis zum nächsten Advent dauert es noch etwas, aber ich glaube, dass zum Sommer hin die SSD-Preise weiter fallen werden. Jetzt habe ich nur noch 3 SSDs und keine mechanische HD mehr eingebaut, das beschleunigt die Arbeit, da das System nicht mehr auf die Festplatten warten muss, die in Arbeitspausen auch noch in den Schlaf-Modus gehen, das fällt alles weg.

Für alle Interessenten, die meine Artikel zum Thema „Mac Pro aufrüsten“ noch nicht kennen, hier zwei Links:

Apple Mac Pro aufrüsten

Test: Sonnet Tempo SSD Pro

 

Logic Pro X

Logic_Pro_X_Logo

Von vielen Usern schon völlig abgeschrieben, kam im Juli Apple Logic Pro X auf den Markt und erhielt mittlerweile schon das fünfte Update. Mein mehrteiliger Testbericht beginnt hier:

Test: Apple Logic Pro X

 

 

Native Instruments

Neues gab es in diesem Jahr auch von Native Instruments. Die Firma ist inzwischen schon so erfolgreich, dass einige Kommentar-Schreiber auf verschiedenen Webseiten es nicht lassen können, die Produkte zu „dissen“. Angeblich gibt es einen typischen NI-Sound, den man gleich heraushört. So etwas kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe das Gefühl, dass Erfolg, zum Beispiel auch bei Musikern, nach einer gewissen Zeit immer dazu führt, dass die Stimmung total umschlägt. Ich habe mehrere Produkte getestet und war jedesmal sehr angetan. Ich bin schon neugierig, was wohl als nächstes Produkt erscheinen mag.

06_monark_vergleich

 

Als Beispiel zu Native Instruments 2013 hier mein Testbericht zum Synthesizer Monark:

Test: Native Instruments Monark

 

Produkt des Jahres

Der kleine Bluetooth-Aktiv-Lautsprecher iLoud mit Instrumenten/Mikrofon-Interfache iRig von IK Multimedia hat mich total begeistert. Nebenbei möchte ich erwähnen, dass auch meine Lieblings-Mastering-Tools T-RackS von IK Multimedia sind und einige Updates im Jahr 2013 erfahren haben.
Obwohl ich zahlreiche ähnliche Produkte von anderen Herstellern besitze, die ebenfalls sehr gut sind, verwende ich T-RackS am liebsten und zwar zum Mastern zusammen mit WaveLab, von dem 2013 Version 8 erschienen ist. Auch die Single Module von T-RackS benutze ich gern als Plug-ins in Logic Pro X.

Test: IK Multimedia iLoud

 

Die Drums aus GarageBand lassen sich mit sattem Sound spielen und aufnehmen.

Die Drums aus GarageBand lassen sich mit sattem Sound spielen und aufnehmen.

 

Noch ein persönliches Highlight…

2013 habe ich mir den Wunsch nach einer Fender Stratocaster erfüllt.

Fender Stratocaster

 

Selbst Musik machen…

darf bei mir nicht zu kurz kommen. Eine uralte Bassgitarre, die in einem überschwemmten Keller „abgesoffen“ war, die Neuaufnahme eines Songs aus der Zeit mit meiner Band „Thirsty Moon“ und das iPhone als Kamera führten zu diesem Video:

 

 

Allen Lesern wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

Jürgen

Meine aktuellen Testberichte und mehr zum Thema Musik immer hier…

Ein vollständiges Inhaltsverzeichnis meiner Artikel auf facebook hier…

6 thoughts on “Zwischen den Jahren

  1. Juergen

    Lebensmittel kennzeichnen ist schon wichtig, klar. Aber man muss doch forschen dürfen, es muss ja nicht immer etwas Schlechtes dabei herauskommen. Es geht ja auch um Medikamente usw., wenn man Krankheiten bekämpfen kann oder sogar die Entstehung vermeiden, finde ich das positiv. Es hat eben immer alles zwei Seiten.

    Gegen den neuen Mac Pro sage ich auch gar nichts, aber oft wollen Leute einfach das Neueste haben, ohne zu wissen, ob sie es brauchen. Ich bin mal sehr gespannt auf Tests. Bei meinem Pro von 2010mit 12 Kernen habe ich noch nie das Limit erreicht beim Einsatz von Plug-ins in großer Zahl. Aber die Latenz beim Einspielen gibt es nach wie vor, wenn man den „Low-Latency-Mode“ weglässt, der aber immer auch Plug-ins temporär ausschaltet. Ist eigentlich nicht schlimm, aber wenn sie da noch verbessern können, wäre es ein großer Fortschritt, vor allem für Profis, denen es auch jeden Handgriff aus Zeitgründen ankommt. Ich bin wirklich gespannt, wann jemand einen neuen Mac Pro mit DAW Software testet!

    Ach ja, Abkürzungen mag ich meistens nicht, es sei denn sie sind so alt, dass man sich total daran gewöhnt hat, wie Bafög, obwohl das für mich auch nicht schön klingt. Ich kann das nicht logisch begründen, hat was mit Sprachgefühl zu tun und das ist wohl auch nicht bei jedem gleich. Ich sagte ja in meiner Einleitung: alles subjektiv!

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    1. Jörn

      Das mit der Latenz habe ich irgendwie noch nie bemerkt. Aber ich komme in meinen „Songs“ auch immer mit sehr wenigen Spuren aus. Da reicht auch locker ein iPad. Am Mac ist es einfach nur übersichtlicher.

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  2. Jörn

    Hallo Jürgen,

    interessant, auf einem anderen alpendeich-Blog etwas über Politik zu lesen …

    Das Wort GroKo gefällt mir persönlich recht gut – ganz im Gegensatz zur Gentechnik – wenn sie in essbaren Dingen zur Anwendung kommt. Zumindest – und das ist wirklich das absolute Minimum – möchte ich es wissen, wenn irgendwo gentechnisch veränderte Dinge enthalten sind. Ich kaufe die dann einfach nicht. Aber die „Industrie“ möchte so eine Kenzeichnungspflicht unbedingt vermeiden – eben weil sie weiß, dass viele Menschen solche Produkte nicht haben wollen. Da sind wir jetzt wieder beim Thema Politik …

    Den neuen Mac Pro finde ich total interessant – dazu ein 4K-Display von Apple und als Fotoenthusiast ist man im 7. Himmel angekommen. So gesehen träume ich für 2014 davon, dass Apple einen iMac mit Retina-Auflösung bringt und ich mir wenigstens das Teil leisten kann … 🙂

    Dir auch einen guten Rutsch nach 2014!

    Jörn

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  3. Juergen

    Ich mache viel mit virtuellen Instrumenten, also MIDI-Spuren, und die müssen bei jedem Abspielen in Echtzeit berechnet werden. Da habe ich schon manchmal eine ganze Anzahl in Betrieb und dann noch mehrere Instanzen Kontakt-Sampler, alles mit Effekten, damit es gleich nach etwas klingt. Wenn man dann Gitarre dazu spielt, spürt man die Latenz. Logic hat die Einstellung „no Latency“, die schaltet dann aber beispielsweise Hall oder Compressor Plug-ins vorübergehend aus, was stören kann. Ist aber eine gute Sache und man kann damit leben. Falls ein Computer so schnell sein kann, dass alles innerhalb weniger Millisekunden berechnet würde, wäre das schon toll, man müsste es dann überhaupt nicht mehr beachten. Aber ich kann mit meiner jetzigen Ausstattung sehr gut leben.

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    1. Jörn

      Vielleicht ist das ja der Punkt – bei meinen Sachen läuft ein zumeist spartanischer Drumloop, ich spiele Gitarre und irgendwann kommt noch Gesang. So was ist für aktuelle Computer vermutlich keine große Herausforderung.

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  4. Juergen

    Da hast du Recht. Ein Drumloop belastet kaum, auch Audioaufnahmen (Gitarre) sind kein Ding, aber ein Abbey-Road-Drum-Set hat mehrere GB, Tausende von Samples, die zwar nicht alle gleichzeitig geladen werden, aber trotzdem beansprucht das die CPU ganz anders.

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