Amazon für Musiker

By | 20. September 2017

Im Laden kaufen oder online bestellen? Musikhändler vor Ort oder Versand? Ich beschäftige mich hier mit Pro und Contra aus meiner Sicht und beziehe mich auf persönliche Erfahrungen.

Gerade habe ich gelesen, dass die Spielwarenkette Toys“R“Us in den USA Konkurs angemeldet hat. Als Grund wird die Onlinekonkurrenz genannt. Darf ich guten Gewissens für den größten Onlinehändler werben? Ich glaube schon. Jeder Kunde entscheidet selbst über sein Kaufverhalten und der Markt reagiert darauf. Gerade im Musikbereich ist es manchmal besser, vor Ort einzukaufen, auch das will ich nicht leugnen.

 

Vor Ort

Als ich noch in einer Band gespielt habe, hatten wir in Bremen einen Musikhändler, der in seinem Laden einige Stühle aufgestellt hatte. Das wurde ein richtiger Musiker-Treffpunkt, wo man oft auch nur zum Fachsimpeln hinging, ohne etwas zu kaufen. Ich hoffe, es gibt so etwas auch noch heute. Wenn gekauft wurde, war es aber keine Frage, wo. Facebook oder Snap-Chat sind wohl kaum ein Ersatz für diese Art der Kommunikation.

Instrumente und Geräte selbst auszuprobieren, ist immer besser als jede Publikation im Internet (music-knowhow eingeschlossen). Reklamationen lassen sich vor Ort abwickeln, man muss nicht erst verpacken, ein Label ausdrucken, zur Post usw.

Nachteil: Der Musikhändler kann oft nicht den Internet-Preis bieten, weil er nicht nur ein Lager, sondern auch ein Ladengeschäft finanzieren muss und außerdem Mitarbeiter bezahlt, die auch beraten und nicht nur Pakete auf ein Förderband schieben.

 

Versand

Wer genau weiß, was er will, kann problemlos online bestellen. Hier gibt es immer die Möglichkeit, auch ohne zusätzliche Versandkosten, innerhalb von 14 Tagen umzutauschen. Die beiden größten online-Musikhändler Thomann und Music Store sind wohl jedem Musiker bekannt, in den Fachzeitschriften schalten sie doppelseitige Anzeigen. Mit beiden habe ich schon positive Erfahrungen gemacht (Gitarre, Mikrofon, Saiten u.a.). Umtausch einer defekten Fernbedienung, Austausch eines gerade gekauften Geräts gegen das gerade erschienene Nachfolgemodell – alles schnell und ohne Probleme.

 

Wer selbst aufnimmt, braucht nicht nur Instrumente

Festplatten, Monitore, Kabel – das alles gibt es auch im Elektronik-Markt. Wenn etwas gerade im Angebot ist, können die Märkte manchmal mit dem online-Preis mithalten. Allerdings habe ich hier auch schon eine schlechte Erfahrung gemacht. Ein Gerät, das über das Stromnetz die Internet-Verbindung weiterleiten sollte, funktioniert bei mir nicht, bzw. war das Signal schwächer, als das W-LAN direkt vom Router. Weil es schon ausgepackt war, wurde es nicht zurückgenommen. Bei Amazon wäre das natürlich kein Problem gewesen!

 

Amazon 

Wer mal nach rechts in die Sidebar schaut, wird sehen, dass da ein Amazon-Banner ist (zum Glück ohne Animation, Pop-Up oder Video). Wenn jemand darauf klickt und anschließend bei Amazon kauft, bekommt music-knowhow einen kleinen Betrag gutgeschrieben. Reichtümer kann man so nicht erwerben, aber ein kleiner Zuschuss zu den Kosten für das Web-Hosting und die URL wären willkommen.

Weiter mit den persönlichen Erfahrungen. Bestellungen bei Amazon wurden immer erwartungsgemäß ausgeführt. Die angekündigte Lieferzeit wurde nur dann nicht eingehalten, wenn DHL mal wieder „geschlampt“ hat. Da kam es schon vor, dass ein Paket laut Sendungsverfolgung „im Lieferfahrzeug“ war. Dann hat der Fahrer vor der Auslieferung Feierabend gemacht und es erst am nächsten Tag gebracht. Hermes ist auch nicht besser, vor allem die Sendungsverfolgung hinkt manchmal hinterher. Und einmal sagte der nette Inder vom Sub-Unternehmen, das die Pakete ausliefert: „Euer Paket habe ich nicht dabei, war zu groß. Aber kommt morgen!“ Danke nochmal. Und hoffentlich kauft der Chef bald einen größeren Lieferwagen!

 

Prime Time

In diesem Jahr habe ich mir Amazon Prime gegönnt. Das Versprechen „Lieferung am nächsten Tag“ wurde bisher eingehalten,  einmal hat es sogar weniger als 24 Stunden gedauert, bis die Ware da war.

Amazon Prime: weitere Vorteile

Die schnelle Lieferung ist nicht alles, was man mit Prime bekommt. Wer auch Prime buchen möchte, kann den gesamten Umfang der Leistungen bei Amazon nachlesen, ich berichte hier nur aus meiner Sicht.

Musik-Streaming

Den Streaming-Dienst dessen Umfang ohne Zuzahlung etwas geringer ist, als bei Spotify oder Apple Music, habe ich nur einmal ausprobiert. Allerdings waren die gesuchten aktuellen Titel von Linkin Park und Ed Sheeran sofort verfügbar.

e-Books

Eine ganze Reihe an e-Books und online-Zeitschriften sind zu haben. Das habe ich mir angesehen, aber aus Zeitgründen noch nichts davon heruntergeladen.

Filme und Serien

Wer sich einen Film ansehen will, sollte darauf achten, dass das Prime-Logo auf dem Titelbild zu sehen ist, sonst kostet es extra. Prime-Filme sind meistens schon etwas älter.

Zwei Filme, die mir bisher gut gefallen haben: „Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg“, „Big Driver“ (letzterer nach Stephen King).

Meine Favoriten bei den Serien: „The man in the high castle“, „Sneaky Pete“, „The Vikings“, „Taboo“, „American Gods“.

Blitzangebote

Prime-Mitglieder dürfen 30 Minuten früher auf Amazon Blitzangebote zugreifen. Angesehen habe ich mir das schon, etwas davon bestellt bisher noch nicht.

Hardware

Smartphone, Tablet, Spielekonsole: „There’s an App for that!“ Auch für Smart-TV-Geräte gibt es eine App, sodass dort zusätzliche Hardware nicht benötigt wird. Ich habe zwei Fernseher, für den älteren habe ich den FireTVStick gekauft. Der funktionier so gut, dass ich ihn jetzt auch am neueren Gerät anstatt der TV-App benutze. Mein Artikel zu Amazon-Stick hier…

Prime Student

Während ich diesen Artikel schreibe (20.September 2017) bietet Amazon eine 12-monatige Probemitgliedschaft für Studenten an, anschließend das Prime-Abo mit 50% Ermäßigung. Ja, das kommt für mich leider nicht mehr in Frage.

Meine aktuellen Testberichte und mehr zum Thema Musik immer hier…

 

Ein vollständiges Inhaltsverzeichnis meiner Artikel auf facebook hier…

 

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