Apple Mac Pro 2019: auspacken und erster Start

By | 12. Februar 2020

Nach 10 Jahren mit meinem Apple Mac Pro 5.1 habe ich einen neuen Mac Pro 2019 bestellt und das unpacking filmen lassen. Wie meine neue Audio-Workstation ausgepackt und in Betrieb genommen wird, lässt sich auf dem Video in diesem Beitrag verfolgen.

Rückblick

Im Jahr 2010 schaffte ich mir den Apple Mac Pro 5.1 an. Zwar gab es das silberne Metallgehäuse schon seit dem G5, aber nun waren Intel Xeon Prozessoren eingebaut und bis zu 12 Kerne konnten geordert werden. Zwei optische Laufwerke ließen sich einbauen (seit Jahren habe ich sie kaum noch benutzt). Ich schaffte mir den Mac mit 12 Kernen an, fand ihn toll und war bis vor ganz kurzer Zeit damit noch sehr zufrieden. Mehrere music-knowhow Beiträge dokumentieren, wie ich den Rechner nach und nach ausgebaut habe. 

Mein Mac Pro 5.1 von 2010, 2 x 6 Core Intel Xeon, 2,6 GHz, wurde über die Jahre immer weiter aufgerüstet. Inzwischen besitzt er 64GB RAM und ist nur noch mit SSDs bestückt; auch USB 3 habe ich nachgerüstet – eine tolle Maschine! Der erste Beitrag dazu hier…

Auch schon vorbei

2013 erschien wieder ein neuer Mac Pro: klein, rund und schwarz. Ich habe nie respektlos „Papierkorb“ oder schlimmeres zu diesem Design gesagt, mir gefiel es. Den habe ich mir trotzdem nie gekauft, denn um meine zahlreichen HDs und SSDs weiter benutzen zu können, hätte ich externe Gehäuse gebraucht. Zusätzliche Kosten, all die Kabel und Netzteile: nicht wirklich schön. 

Lange erwartet – erst seit Ende 2019  lieferbar

Natürlich ist der Mac Pro 2019 nicht billig (Untertreibung des Jahres), vor allem, wenn man keine Firma besitzt, die eine solche Anschaffung steuerlich abschreiben könnte. Doch mit Catalina erschien das erste Betriebssystem, das auf dem 2010er nicht mehr installierbar ist (Tricks wollte ich erst gar nicht versuchen) und mit MODO DRUM von IK Multimedia kam die erste Software, die nicht darauf läuft. Andere Leute kaufen ein neues Auto – ich einen Computer, so what?

Testberichte „Mac Pro 2019“ und „Catalina für die Musikproduktion“

Technische Details und meinen persönlichen Test werde ich in einem zukünftigen music-knowhow Artikel veröffentlichen. Soviel schon vorweg: Der neue Mac Pro ist bei gleicher Anzahl von Prozessorkernen (ich habe 12 gewählt wie beim Vorgänger) etwa viermal so schnell, die Grafikkarte (Standart-Version) sechsmal. (Messungen: Cinebench). Ich werde nicht teuere SSDs von Apple kaufen (mit Ausnahme der ab Werk eingebauten SSD, die zum Lieferumfang gehört), sondern meine bisherigen mit Hilfe von PCIe-Karten von Sonnet weiter verwenden. Arbeitsspeicher (32GB ab Werk) lässt sich auch mit den Modulen anderer Hersteller aufrüsten – aber das hat erst einmal Zeit.

Assembled in China

Die erste Überraschung erlebte ich bei der Sendunsverfolgung. Der Mac Pro kam aus China – nicht Shenzhen, sondern Shanghai – und schon gar nicht, wie ich eigentlich dachte, aus USA. Es heißt, nur die Geräte für den amerikanischen Markt werden in Texas hergestellt. Also wie gehabt: designed in California, assambled in China. Auch gut! 

Von Shanghai über Dubai nach Bremen


Umweltfreundliche Verpackung ist „von Pappe“

Einige Folien, wenig Schaumstoff, kein Styropor, das meiste ist „von Pappe“. Kann Pappe schwer sein! Das Gewicht der Lieferung Betrug mit 32kg fast das Doppelte, wie das des Mac (18kg).

Zum Video

Beim Verkabeln sieht man im Video etwas, was ich nicht mündlich kommentiert habe: Zwei HDMI-Anschlüsse auf der Rückseite. Praktisch, aber weder online, noch in der mitgelieferten Kurzanleitung dokumentiert. Die USB-C/Thunderbolt Anschlüsse können auch als Monitorausgang verwendet werden, wenn man entsprechende Kabel verwendet.

2020

Am besten in HD- oder 4K-Qualität bei YouTube ansehen!

2010 – zur Erinnerung

Ein Jahrzehnt zuvor

Fazit 

Der neue Mac Pro 2019 besitzt ein geniales Design, das sowohl attraktiv als auch praktisch ist. Kleine Ausnahmen, wie das schwarze Anschlussfeld oder die Ladebuchse der Maus, fallen da insgesamt nicht ins Gewicht. Praktisch und übersichtlich ist auch das „Innenleben“, wie ich in einem späteren Artikel beschreiben werde.

Was meint ihr? Apple-Produkte werden oft sehr kritisch bewertet, ich bin also auch auf negative Kommentare gefasst!

Aktuelle Testberichte und mehr zum Thema Musik immer hier…

Ein vollständiges Inhaltsverzeichnis aller Artikel auf facebook hier…

5 thoughts on “Apple Mac Pro 2019: auspacken und erster Start

  1. Ulf

    Mensch, Jürgen, da hast du ja voll reingelangt. Glückwunsch. Mir ist das Teil zu teuer. Und was mich auch stört: Das Teil verbrät zu viel Strom im Vergleich zu einem iMac. Und das noch ohne Bildschirm.
    Aber ansonsten bin ich sehr gespannt, was du weiter berichten wirst!
    Viele Grüße, Ulf

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  2. juergenD

    Hi Ulf, der reale Stromverbrauch variiert sicher auch mit den Einbauten. Ich habe die kleinste Grafikkarte und auch keine Afterburner-Karte zur Video-Beschleunigung. Ein Verbrauchsmessgerät habe ich leider nicht. Ich schalte meine Geräte immer aus, wenn ich sie nicht benutze. Außerdem hängen sie an einer schaltbaren Steckerleiste. Entgegen früherer Befürchtungen muss man nicht ausschließlich überteuerte Apple-Erweiterungen einbauen. RAM kann man von anderen Herstellern kaufen und herkömmliche SSDs mit Adapter in die PCIe-Steckplätze einsetzen. Ich habe schon meine Sonnet-Karte mit 2 Samsung SSDs, je 2TB, aus dem vorherigen Rechner erfolgreich umgesetzt. Läuft prima. Ich bin jedenfalls begeistert, super leise ist das Gerät auch!
    Viele Grüße, Jürgen

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    1. Ulf

      Hallo Jürgen, ich verstehe das – ich finde das ist auch eine bessere Investition als einen teurer Schlitten … Aber mir ist es einfach zu viel Geld, selbst wenn das Teil dann 10 Jahre hält. Ein Display braucht man ja auch noch, und das erhöht nochmal den Stromverbrauch … Für alles, was ich mache, reicht mein iMac 5k auch, vor allem, wenn das nächste Gerät dann nur noch mit SSD arbeiten wird.
      Ich würde mir trotzdem einen Mac Pro light wünschen. Halb so groß, halb so teuer, aber eben mit leicht austauschbaren Komponenten (Grafikkkarte, SSD). Mir reichen da auch normale Prozessoren – ich brauche keine Xeon-CPUs. Das wird leider ein Wunsch bleiben. Ich glaube nicht, dass Apple da was rausbringen wird – leider. Es wäre auch nachhaltiger, wenn Mac und Display getrennt würden. Der Mac mini ist mir allerdings eben zu schwach – es bräuchte was zwischendrin.
      Viele Grüße, Ulf

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  3. Jürgen Drogies

    Hallo Ulf,
    einen Mac Pro light hätte ich mir auch gewünscht, ich glaube aber auch nicht daran. Der Pro von 2010 ist auch noch sehr gut, aber wenn schon das neueste OS nicht mehr darauf läuft und die erste Musik-Software nicht mehr kompatibel ist, finde ich das unbefriedigend. Gruß, Jürgen

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    1. Ulf

      Hallo Jürgen, ja, das ist blöd … – auch nicht so ganz verständlich, denn er müsste ja locker noch schnell genug für Catalina sein. Gruß, Ulf

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