Test: IK Multimedia AmpliTube Orange

By | 7. März 2013

IK Multimedia AmpliTube Orange bietet als Ergänzung der AmpliTube-Software sowohl aktuelle als auch Vintage-Modelle an. Schon Firmenname und Logo der Firma Orange auf dem Softwarepaket zeigen, dass es sich um eine offizielle Zusammenarbeit handelt und die Klangtreue vom Hersteller bestätigt wurde.

 

Historie

Als Mitte der 1960-er Jahre die Rockmusik richtig laut wurde und die Gitarristen anfingen, Türme aus Verstärkern und Boxen zu bauen, kamen die meisten vom selben Hersteller und waren schwarz. Ab 1968 tauchten Geräte in auffallendem Orange auf, der Name des Herstellerfirma: Orange. 1971 kam mit dem „pics only amplifier“ ein Verstärker auf den Markt, der an Stelle von Beschriftungen nur mit Bildsymbolen versehen war. Auch in der ersten deutschen Rock-Fernsehsendung „Beat-Club“ sah man bald Verstärker und Boxen von Orange als Hausanlage.

Prominente Orange-User: Jimmy Page, New York Dolls, Cheap Trick, Rush, My Chemical Romance, Slipknot

AmpliTube in Kürze

IK Multimedia AmpliTube, mittlerweile in der Version 3.10, gehört seil langem zu den beliebtesten Verstärker-Simulationen am Computer. Auch virtuelle Bodentreter, Lautsprecherboxen und Mikrofone sind integriert, sowie Rack-Module wie Compressor, EQ, Delay und ein Stimmgerät. Die Module lassen sich flexibel – auch parallel – miteinander verknüpfen.

 

Der Signalpfad in AmpliTube 3

Die Software wird zumeist als Plug-in verwendet, funktioniert aber auch stand-alone und ermöglicht in diesem Modus zusätzlich 4-Spur-Aufnahmen im „Speed Trainer“. Damit lassen sich auch Audiofiles in variabler Tonhöhe und verändertem Tempo wiedergeben.

 

AmpliTube 3.10 stand-alone

Aktuell wird AmpliTube 3 im IK Multimedia Custom Shop vertrieben. Man bekommt die Grundausstattung gratis und kann direkt aus der Software heraus Collections oder einzelne Module online dazu kaufen und auch vorher ausprobieren.

Alles ORANGE – oder was?

Verstärker:

  1. AD200B MK 3™ Head
  2. Dual Terror™ Head
  3. OR50H™ Head
  4. Thunderverb™ 200 Head
  5. Tiny Terror™ Head
  6. AD30TC™ Combo Amplifier
  7. OR120™ Head
  8. RockerVerb 50 MKII™ Head
Lautsprecherboxen:

  1. OBC115 1×15″
  2. OBC410 4×10″
  3. OBC810 8×10″
  4. PPC112 1×12″
  5. PPC212 2×12″
  6. PPC212 Open-Back 2×12″
  7. PPC412 4×12″
  8. Tiny Terror™ 1×12″ Combo
  9. AD30TC™ 2×12″ Combo

Amps und Kabinetts

Eine genaue Beschreibung der einzelnen Modelle findet man auf der Website von IK Multimedia.

Soundbeispiele

Ich habe nur Werks-Presets verwendet, außer etwas Hall und dem t-Racks Brickwall Limiter als Übersteuerungsschutz wurden keine Effekte verwendet. Auch auf Stomp-Effekte aus AmpliTube wurde verzichtet.

Zuerst ein kurzes Riff, das auf Powerchords beruht.

1. Gitarre direkt vom Interface ohne AmpliTube

 

2. OR50 soft

 

3. AD30 Preset „Grunged“

 

4. OR50 Preset „Classic Taste“

 

5. OR50 Preset „Crispy Crunch“

 

6. Rockerverb 50 Preset „Double Metal“

 

7. Tiny Terror Preset „Metal Terror“

 

Ein kurzes Gitarrensolo (Beispiele 1. bis 7. verwenden das gleiche Audio-File)

1. Gitarre direkt vom Interface ohne AmpliTube

 

2. Dual Terror Preset „Soft“ (Das geht auch!)

 

4. AD30 Preset „AD Solo“

 

Ab hier mit zusätzlichen Instrumenten, um zu demonstrieren, wie sich die Sounds im Mix durchsetzen. Bass über den Orange AD-200 Bassverstärker, beide Rhythmusgitarren über Orange OR50.

4. AD30 Preset „AD Solo“

 

5. OR120 Preset „Lead OR 1“

 

6. Rockerverb 50 Preset „Rockerverb Lead“

 

7. Thunderverb 200 „More Gain“

 

Fazit:

Ich bin einmal mehr überrascht, dass es den Programmierern wieder gelungen ist, derart differenzierte Klangpaletten für das DAW-Recording zu schaffen. Die Sounds sind eigenständig, reizvoll, unterscheiden sich von all den vielen Vox-Marshall-usw.-Simulationen (Das soll aber nicht heißen, dass jene schlecht klingen). AmpliTube Orange bietet einfach ein zusätzliches Spektrum von Klangfarben für den Gitarristen am Computer. Wie von AmpliTube gewohnt, ist eine dynamische Spielweise möglich, die Presets sind praxistauglich und die Einstellungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie bei der Hardware, die als Vorbild diente. Eine klare Empfehlung, vor allem für Gitarristen, die es gern „heavy“ mögen.

alpendeich-Redaktionstipp

Systemanforderungen

AmpliTube 3 ist Mac und Windows kompatibel und unterstützt jeweils auch den 64-Bit Modus.

Mac: mindestens 1,5 GHz Intel-Prozessor, 1 GB RAM, Mac OS X 10.5 oder höher

Windows: mindestens Intel Pentium 4 2,4 GHz oder Intel Core Duo oder AMD Athlon 64, 1 GB RAM, Windows XP, Vista oder Windows 7

Plug-in Formate

VST, RTAS, AU

Preis

AmpliTube Orange € 79,99

Module auch einzeln im Custom Shop erhältlich Website des Herstellers: IK MULTIMEDIA          

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2 thoughts on “Test: IK Multimedia AmpliTube Orange

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