Update: Logic Pro X 10.4.2

By | 1. Oktober 2018

Das Update auf Apple Logic Pro X 10.4.2 ist für alle User kostenlos und bringt viele nützliche Verbesserungen mit. Vor allem die Benutzer eines MacBook Pro werden sich freuen, dass die umfangreiche Sound-Bibliothek jetzt auf ein externes Medium ausgelagert werden kann.

Verschieben

„Die Sound Library kann auf ein externes Speichermedium verschoben werden.“ So heißt es in der Mitteilung von Apple zu Logic Pro X 10.4.2. Seit aktuelle Macs nur noch ein einziges Speichermedium enthalten können, ist das ein willkommenes Feature. Bei Libraries, die mit Native Instruments Kontakt laufen, ist es schon lange üblich. Die Verbindung über USB 3.0 oder USB-C 3.1 sorgt dafür, dass der Datentransfer auch bei laufender DAW zügig funktioniert.

Timing ohne Ketten

Musik zum Metronom-Klick einzuspielen sorgt für exaktes Timing und bietet die Möglichkeit, Unsauberkeiten durch Quantisierung zu eliminieren. Wenn eine Band live spielt, klingt es anders. Dabei geht es nicht nur um leichte Ungenauigkeiten, die die Musik „menschlicher“ erscheinen lassen, sondern auch um eine rhythmische Dynamik, die nur durch das interaktive Zusammenspiel entstehen kann. Logic erlaubt es, frei einzuspielen wie bei einer Tonbandaufnahme und erkennt Tempo – und Temposchwankungen automatisch. Die Möglichkeiten wurden in Logic Pro X 10.4.2 erweitert. Die Funktion Smart Tempo kann Tempodaten in Mehrspuraufnahme analysieren, um das Projekttempo festzulegen. Neuerdings können auch frei eingespielte MIDI-Aufnahmen analysiert werden. Auch importierte Mehrspuraufnahmen könne das Tempo festlegen oder ihm folgen. Die Einstellungen dafür befinden sich direkt innerhalb der Taktanzeige. Die von Logic erzeugte Tempospur bewirkt, dass zusätzliche Spuren automatisch synchronisiert werden.

 

Hier befindet sich die Smart Tempo Einstellung.

 

Alchemy

Seit Apple das Synth-Plug-in Alchemy eingekauft hat, durften die Entwickler fleißig weiter daran stricken. Auch mit diesem Update gibt es Neues für die Alchemisten unter den Sound-Tüftlern:

  • Drag&Drop Hot Zones, mit denen beim Importieren von Audiomaterial Optionen für neue Synthese und Sampling ausgewählt werden können.
  • Numerisches Bearbeiten von Parameterwerten
  • 12 neue synthetisierte Formantfilterformen
  • Side-Chain-Eingabe, die als Quelle für Envelope-Follower verwendet werden kann.
  • Funktion zur automatischen Zeitanpassung für verbessertes Morphing
  • Neue additive Effekte erweitern die Optionen zum Filtern und Modulieren

Automation

Durch das Ziehen eines Automationspunkts über einen anderen, wird er vertikal ausgerichtet.

Notation

Automatische Bindebögen können für im Notationseditor ausgewählte Noten angewendet werden.

Grafik

Das Plug-in Space Designer erscheint jetzt im Look des beim vorigen Update neu hinzugekommenen Reverb Plug-ins ChromaVerb.

 

Der Space Designer im neuen Look

 

Photo-Shooting

Spur- oder Projektnotizen können jetzt auch Fotos enthalten. Neben importieren steht unter macOS Mojave auch die neue Funktion Integrationskamera zur Verfügung. Damit lässt sich ein Foto mit der Kamera eines iPhones oder iPads direkt einfügen. Man klickt im Bearbeiten-Modus mit der rechten Maustaste bzw, Control+Klick und wählt „Foto aufnehmen“. Nach den Schuss erscheint im Display des iPads oder iPhones „Wiederholen“ oder „Foto benutzen“. Tippt man auf „Foto benutzen“, erscheint das Bild sofort im Dokument. Mac und Aufnahmegerät müssen den gleichen Apple-ID haben und sich im selben W-LAN befinden. iOS 12 muss auf dem Mobilgerät installiert sein.

 

links das Einfügen-Menü, rechts das Foto direkt in den Notizen

 

Soweit ein kleiner Überblick. Nach der Installation von Logic Pro X 10.4.2 findet man eine Liste aller neuen Funktionen in der Logic-Hilfe unter „Neu in Logic Pro“.

Besser und stabiler

Das Update enthält Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen. Das ist allein schon ein Grund um Logic Pro X 10.4.2 zu installieren. Die Vorgängerversion hat mich ab und zu noch immer mit einem alten Bug genervt: Audiodateien, die angeblich geschützt sind und sich deshalb nicht destruktiv bearbeiten lassen. Ob sich da etwas geändert hat, wird sich erst mit der Zeit herausstellen. Nachstellen konnte ich das nie. Entweder es war alles gut, oder – wenn auch selten, trat der Fehler auf.

Autor: Jürgen Drogies

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