Fender Stratocaster

By | 9. Mai 2013

Die Fender Stratocaster zählt zu den ältesten E-Gitarren-Modellen überhaupt, wird nach wie vor hergestellt und von vielen Gitarristen eingesetzt. Ich besitze seit kurzem ein aktuelles Modell in klassischer Ausführung und beschreibe kurz meinen (sehr positiven!) Eindruck.

„You can’t always get what you want“

(The Rolling Stones)

Eine Strat wollte ich eigentlich schon haben, seit ich mich für das Musikmachen interessiere. Hank Marvin, Eric Clapton, Jimi Hendrix, Mark Knopfler – lang ist die Liste prominenter User. Irgendwie erschien mir aber immer gerade eine andere Anschaffung wichtiger und es wurde nichts daraus.

Fender Telecaster Custom 1973

Seit vielen Jahren ist eine Telecaster Custom meine Hauptgitarre. Sie besitzt neben dem Tele-typischen Single-Coil-Pickup einen Humbucker und man kann deshalb auch Gibson-ähnliche Sounds erzeugen.

Was lange währt…

In diesem Jahr war es dann soweit; ich habe mich erst einmal im Internet schlau gemacht und erfahren, dass es drei Fender Produktionsstätten gibt. Im fernen Osten werden die „Fender Squier“ Gitarren gebaut, die preiswerteste Variante. Mittlere Preise haben die Gitarren aus Mexiko und die oberste Preisregion wird in den USA gefertigt. Nachdem ich Käufer-Beurteilungen gelesen hatte, war ich nur wenig klüger, wie immer gibt es gegensätzliche Meinungen zu lesen.

„I’m going way down South way down to Mexico…“

(Jimi Hendrix, Hey Joe)

Ich habe mich für ein Instrument aus Mexiko entschieden, die genaue Bezeichnung lautet: Fender Standard Strat RW AWT.

 

Fender Stratocaster Standard RW AWT

Fender Stratocaster Standard RW AWT

RW bedeutet rosewood, auf deutsch Palisander. Ein helles Griffbrett hat meine Tele, deshalb wollte ich einfach mal die andere Variation haben. Angeblich gibt es dabei sogar einen Sound-Unterschied, ich konnte aber bisher nicht herausfinden, welcher das sein soll. AWT steht für arctic white.

Jammerhaken

Der Vibrato-Hebel macht mir viel Freude, man bekommt einen völlig anderen Effekt als beim Finger-Vibrato. Ob dieser Effekt „in“ ist oder nicht, ist mir egal, Hauptsache ich habe Spaß daran. Übrigens nennt Fender diese Einrichtung traditionell „Tremolo“, obwohl dieses Wort eigentlich für eine periodische Modulation der Lautstärke steht, und nicht der Tonhöhe, denn das ist Vibrato.

Pickups

Die drei Standard-Tonabnehmer klingen toll, da kann ich mich nicht beklagen. Jede Position bringt einen deutlich unterschiedlichen Sound hervor, die Klangregelung für den Hals- und den mittleren Tonabnehmer ist wirkungsvoll und ermöglicht bluesige Sounds ohne scheidende Höhen, die trotzdem durchsetzungsfähig klingen. Der Schiebeschalter für die Tonabnehmer hat 5 Stellungen, man kann dadurch den mittleren Tonabnehmer wahlweise mit dem Halstonabnehmer oder mit dem an der Brücke kombinieren. Die Mix-Positionen bringen nicht nur jeweils eigene Soundvariationen hervor, sondern unterdrücken wirksam Einstreuungen, die besonders bei High-Gain-Sounds hörbar werden. Ich kenne das Problem, meiner Meinung nach ist es die magnetische Einstreuung einer Hochspannungsleitung in meiner Nähe.

Gut eingestellt

Hals, Saitenhöhe, Bundreiheit – alles war an diesem Instrument ab Werk perfekt eingestellt.

Bespielbarkeit

Ich hatte noch nie eine andere Gitarre, auf der man so leicht spielen konnte.

Auch in den höchsten Lagen klingen die Saiten frei aus. Langes Sustain ist deutliches Merkmal bei jeder Tonabnehmer-Einstellung.

Verarbeitung

Alle Teile sind sehr gut verarbeitet, Lack, Chromteile, Mechaniken, nirgends gibt es etwas zu beanstanden.

Einsatz

Ich werde in Zukunft bei der Erstellung von Soundbeispielen vorwiegend die Strat einsetzen. Wegen der großen Verbreitung des Modells ist es eine gute Referenz, wenn beispielsweise Plug-ins getestet werden.

Preis

€ 489,— (Stand Mai 2013)

 

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5 thoughts on “Fender Stratocaster

  1. Jörn

    Glückwunsch! Ich beneide dich um diese Gitarre! Jetzt will ich natürlich auch mal was hören!

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