Album-Rezension: „I would do it all again“

By | 7. Oktober 2018

Während im Radio immer mehr deutschsprachige Rock-und-Pop-Musik gespielt wird, veröffentlicht ein etablierter Singer-Songwriter mit zahlreichen Hits ein Album in englischer Sprache: Dirk Busch. Macht das Sinn? Ich finde ja, denn ein Künstler muss seiner Inspiration folgen, um authentisch zu sein. Und – vedammt, es klingt einfach gut!

Die CD kommt in einem schönen Pappschuber mit ausführlichem Booklet, das auch alle Songtexte enthält. Beim Betrachten des Coverbilds musste ich sofort an das Hobby meiner Kindheit denken, die Modelleisenbahn. Es muss eine Ewigkeit her sein, dass ich mir die doppelte Kreuzungsweiche zum Geburtstag gewünscht habe. Im Leben gibt es viele Weichen, manchmal kann man sich die Richtung aussuchen, manchmal ist die Weiche schon gestellt. Auf solch philosophische Gedanken kann man kommen, wenn man sich mit dem Schaffen von Dirk Busch beschäftigt. Das klingt irgendwie sentimental, aber die Grundrichtung seiner Songs ist immer optimistisch. Das Glas ist nicht halb leer, sondern halb voll! Das gilt auch für das Album „I would do it all again“, schon der Titel sagt es.

 

Cover I would do it all again

Cover, I would do it all again

Das Album beginnt mit dem Song, der ihm den Namen gab, „I would do it all again.“ Ein frischer Gitarrengroove und Gesang, bei dem ich an Autofahrten über amerikanische Landstraßen denken muss. Blake Shelton zum Beispiel. Solche Fahrten habe ich erst vor kurzem erlebt. Dass die Gastgeberin und Frau am Steuer ab und zu auch Eminem gespielt hat, gehört nicht hierher 😊. Der zweite Titel „Take life as it is“ kommt mit einem sehr schönen Saxofon daher. Der Song wendet sich gegen eine fatalistische Lebenseinstellung, die Message lautet: „Pack an, mach das Beste daraus!“ 17 Songs enthält dieses Album und beinahe alle sind Eigenkompositionen. „Hold on to your dream“ gibt es auch auf Deutsch unter dem Titel „So war dein Traum von der Welt“. Es geht um den Wunsch nach einer besseren Welt und darum, nicht aufzugeben und an dem Traum festzuhalten. Es gibt keinen schwachen Song auf diesem Album, alle einzeln vorzustellen, würde zu weit führen. Lieber reinhören!

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Hier alle 17 Titel. Für bessere Lesbarkeit bitte auf die Abbildung klicken!

I would do it all again, Titel

Titelliste

„I would do it all again“ ist ein Album, das ich mir noch oft anhören werde. Entspannt aber nicht langweilig. Abwechslungsreich und doch stilistisch aus einem Guss. New-Country-Rock passt durchaus zu Dirk Busch. Wie man im Booklet der CD nachlesen kann, ist Dirk Busch mit amerikanischer Musik durch Austausschüler in seinem Elternhaus großgeworden; später hatte er jahrelang einen zweiten Wohnsitz in den USA. Rundum eine schöne Produktion, irgendwie zeitlos und für Hörer jeden Alters geeignet. – Es sei denn, man steht ausschließlich auf gangsta rap.

Weblink: Dirk Busch

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2 thoughts on “Album-Rezension: „I would do it all again“

  1. Ulf

    Hallo Jürgen,
    ich habe ja immer so ein zwiespältiges Verhältnis zu Country Rock. Es gibt da ja einige Musikfilme, die mir gut gefallen und wo ich auch von der Musik dann begeistert bin. Aber wenn ich die Songs dann ohne Film anhöre, finde ich sie meist etwas fad. Na ja, und die Lebensphilosophie hinter Country Music ist schon auch was Spezielles …
    Als ich Dirk Busch dann auf dem Rückcover gesehen habe, hatte ich allerdings dann doch andere Musik erwartet. Aber es klingt erstaunlich viel nach amerikanischen Country. Das Foto passt dann aber nicht wirklich. Da fehlen Cowboyhut, Stiefel und Trappermantel … 😉
    Meine Musik ist es alles in allem trotzdem nicht (plätschert mir zu viel), obwohl ich es schon bewundernswert finde, dass jemand aus Deutschland so amerikanisch klingen kann.
    Viele Grüße
    Ulf

    Reply
    1. juergenD Post author

      Hallo Ulf,
      ich bin sonst auch kein ausgesprochener Country-Fan. Aber es passt zum Autofahren in den USA, wo ich manchmal längere Zeit bin, seit unser Sohn dort wohnt und geheiratet hat. Ich mag es auch, wenn die Musik „mit einem Bein“ europäisch ist, eine Melodik, die mich mehr anspricht als das ganz Amerikanische, vor allem, wenn mehrere Songs nacheinander kommen.
      Herzliche Grüße, Jürgen

      Reply

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