Back to the Moon – Colors of the Sky

By | 7. Mai 2018

 

Ab und zu schreibe ich hier etwas in eigener Sache – über mein Musikprojekt Back to the Moon. Das neue Album Colors of the Sky wurde digital veröffentlicht und steht bei den üblichen Verdächtigen wie Spotify und Apple Music zum Download oder Streaming bereit. 

Digitalisierung

Überall ist von Digitalisierung die Rede, oft geprägt von der Befürchtung da nicht mitzukommen oder total überrannt und vereinnahmt zu werden – kontrolliert sowieso. Darüber will ich jetzt nicht schreiben. Bei der Musikproduktion ist der Computer schon längst an die Stelle der Bandmaschine getreten. Die CD hat sich seit den 1980er-Jahren zum Standard-Medium für den Vertrieb entwickelt und verliert nun an Boden gegenüber digitalen Downloads und Streaming. Wir werden die strömenden Bits und Bytes nicht mehr los. Don’t dream it – stream it!

Spotify & Co

Vor Jahren war ich noch sehr ablehnend gegenüber Streaming-Diensten. Für Musiker ist es sehr enttäuschend Abrechnungen zu bekommen, bei denen der finanzielle Ertrag bei einigen Titeln drei Stellen hinter dem Komma zu finden ist. Gerade beklagt sich eine Musiker-Kollegin aus den USA über solche „Gewinne“. Sie hat 10 Alben veröffentlicht und eine 45-seitige Abrechnung bekommen, nach der sie erwägt, die Musik ganz aufzugeben. Wird sie nicht. The show must go on – ihr alle wisst das! 

Um mitreden zu können, hatte ich zunächst die Free-Version von Spotify ausprobiert. Da bekommt man nicht die volle Soundqualität und außerdem Werbung zwischendurch. Nicht so toll. Dann die kostenlose Probezeit bei Apple Music. Ja, und da bin ich geblieben. Familien-Abo. Ich konnte sogar meinen Sohn in den USA hinzufügen und meine Frau, die vorwiegend Hörbücher streamt. Amazon ist sicher genauso gut oder Deezer oder Google… Die Soundqualität bei Apple Music finde ich übrigens sehr gut.

Der Trend lässt sich nicht aufhalten, also sage ich heute: Wenn ihr Lust habt, anzuhören, was ich mit Back to the Moon produziere, hört über den Streaming-Dienst eueres Vertrauens, falls ihr einen verwendet! Falls nicht: Eine Minute pro Song vorhören kann man auch auf meiner Website, Link am Ende dieses Artikels.

Vermarktung

Weil music-knowhow ein Musiker-Blog ist, will ich hier nicht nur Eigenwerbung machen, sondern auch etwas Info für alle bieten. 

Man muss keinen Vertrag bei einer jener Firmen haben, die heute noch „Plattenfirma“ genannt werden, um bei den Download- und Streaming-Diensten gelistet zu werden. Meine früheren Veröffentlichungen fanden bei Dooload statt. Diese Firma war eine Zeit lang nicht mehr zu erreichen; inzwischen hat sich das aber wieder geändert. Ich habe für Colors of the Sky den Vertrieb YouTunez gewählt. YouTunez veröffentlicht auf allen wichtigen nationalen und internationalen Plattformen. Ein Album bekommt einen EAN-Code (auch als Barcode zum Download) und jeder Song eine ISRC-Nummer. Die Urheber können die Titel selbstverständlich auch bei der Gema anmelden.

Colors of the Sky

Der Album-Titel Colors of the Sky kam mir in den Sinn, weil meine Songs auch unterschiedliche „Farben“ haben. Bei Queen of Spain kann man sich einen leuchtend blauen Himmel vorstellen. Hidden Highways spielt in einer Gewitternacht. Und sonst gibt es eben viele Farbschattierungen, die sich jeder selbst ausmalen kann. – Wortspiel beabsichtigt.

 

Album Back to the Moon, Colors of the Sky

 

Stilfragen

Zur Zeit meiner früheren Band Thirsty Moon hießen meine Lieblingsgruppen Traffic und Jimi Hendrix Experience. Durch den Einfluss der anderen Bandmitglieder entwickelte sich der Stil von Thirsty Moon zeitweise in Richtung Jazz-Rock. Als ich die Idee zu Back to the Moon hatte, wollte ich die Elemente weiterentwickeln, die ich eingebracht hatte: Gesangs-Parts und  lnstrumental-Parts etwa gleichberechtigt, sowohl Improvisationen als auch durchkomponierte Abschnitte. In meinen Stücken gab es schon immer auch einfache, eingängige melodische Abschnitte. Das hat innerhalb der Band schon mal zu Kritik geführt, man wollte auf keinen Fall „kommerziell“ klingen.  Für Colors of the Sky habe ich einfach aufgenommen, was mir in den vergangenen Monaten eingefallen ist und was mir beim Aufnehmen, Mischen und Mastern Spaß gemacht hat. Welcher Musikstil dabei herausgekommen ist? Welches Genre, welche Schublade? Wenn unbedingt eine Bezeichnung gebraucht wird, würde ich es Elektronik-Rock nennen.

Texte

Wenn ich mir Musik über iTunes anhöre, lese ich gern die Texte mit, jedenfalls wenn mich ein Titel besonders interessiert. Ich hätte deshalb auch gern meine Songtexte zur Verfügung gestellt, was aber von YouTunez wegen des angeblich hohen Kostenaufwands nicht angeboten wird. Auf der Homepage von Back to the Moon habe ich deshalb alle Texte zum Album Colors of the Sky als PDF zum Lesen und zum Download bereitgestellt, Link am Ende dieses Artikels. 

Als Texter wird man manchmal gefragt, woher man seine Ideen nimmt. Hier einige Beispiele:

Der Song „Lights“ entstand, nachdem ich irgendwo gelesen hatte, dass Licht gar keine Schatten wirft. Es sind die vom Licht beschienenen Gegenstände, die Schatten werfen. Das klingt irgendwie spitzfindig, aber es hat mich auf die Idee gebracht.

„Hidden Highways“ wurde von der Lektüre „Der dunkle Turm“ von Stephen King inspiriert. Deshalb kommen auch Vampire darin vor, obwohl die generell inzwischen wohl ziemlich out sind. Oder wie wäre es mit einem neuen Film zu diesem Thema, etwa „Bis(s) zur nächsten Raststätte“?

„The next life“ ist mir eingefallen, nachdem ich den Science-Fiction-Film „Vanilla Sky“ gesehen hatte, in dem die Zeile vorkommt. „Vielleicht in einem anderen Leben, wenn wir beide Katzen sind“.

Technik

Analog 

Mikrofone: Neumann TLM 102, IK Multimedia iRig Mic Studio. 

Gitarren: Fender Telecaster und Stratocaster, Gibson Les Paul.  Konzertgitarren von Hopf und Volt, Westerngitarre Ibanez Condor. Wah-wah-Pedal von Vox, Baujahr ca. 1970.

Pre-Amp: SPL Gold Mike, Kompressor/Limiter: UREI 1178

Digital

Apple Mac Pro von 2010, Masterkeyboards Roland MKB-300, Native Instruments Komplete Kontrol S88. Interface Focusrite Saffire Pro 40, Gitarren-Interface: IK Multimedia iRig HD 2.

Software

Apple macOS High Sierra, Titel 1, sowie 3 – 12 Apple Logic Pro X, Titel 2 Propellerhead Reason „rewired“ mit Logic

Plug-ins: Logic-Plug-ins und so gut wie alle anderen, die ich in den letzten Jahren für music-knowhow getestet habe. Alle Keyboard-Sounds kommen aus virtuellen Instrumenten. Die Gitarrenparts sind handgemacht und mit virtuellen Amps und Effekten bearbeitet.

Special

Für den Instrumental-Titel „In the realm of the frog king“ habe ich echtes Field-recording gemacht. Im Sommer machen in der Gegend um mein Studio herum Frösche jede Nacht einen Riesenlärm. Ich habe mein iRig-Mikro an mein iPad angeschlossen und damit das Froschkonzert live aufgenommen. 

Links

Songtexte und Pre-listen-Player: Colors of the Sky

Direkt zum Streaming oder Download:

Spotify

iTunes/Apple Music

Amazon

Google

Deezer

 

Player – jeden Song 1 Minute lang vorhören!

Die Icons rechts neben den Abspiel-Buttons sind mit dem jeweiligen Streaming-Service verlinkt.

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