IK Multimedia Miroslav Philharmonik 2

By | 21. Januar 2016

Orchester Sampling-Libraries mit professionellem Anspruch gibt es mehrere auf dem Markt. Wo sind die Unterschiede und Besonderheiten? Bei Miroslav Philharmonik liegt der Schwerpunkt auf „Feeling“. Wenn Orchester – dann mit Emotion!



Miroslav Philharmonik ist eine Orchester Sampling Library mit Tradition. Aber die Version 2 ist mehr als nur ein „Major-Update“! Sie umfasst neue, mit den Mitteln der heutigen Zeit aufgenommene und bearbeitete Sampling-Instrumente, die durch die nach wie vor beliebten Samples von Philharmonik 1 ergänzt werden. Die aktuelle Version wird zu Recht als „Orchestral Workstation“ bezeichnet und arbeitet sowohl im standalone Betrieb, als auch als Plug-in.

Damit dieser Artikel nicht zu lang wird, werde ich nur auf die wichtigsten Features eingehen und ein paar Hörbeispiele hinzufügen, die zeigen wie jemand mit dieser Software zurecht kommt, der weder professioneller Filmmusiker ist, noch allzu oft Orchestersounds verwendet – also von mir selbst. Einspielungen von Orchester-Profis kann man auf der Website von IK Multimedia hören.

Miroslav Philharmonie 2 für Mac und PC

Miroslav Philharmonie 2 für Mac und PC

 

Ein neuer Qualitätsstandard

Die Sampling-Technik hat in den letzten Jahren enorm vom Fortschritt auf dem Computersektor  profitiert. Der Preis pro GB Speicher auf HDs ist beträchtlich gesunken, SSDs ermöglichen blitzschnellen Datentransfer und schnelle Multi-Prozessor-Rechner machen das Spielen mit geringen Latenzen möglich. Multisampling, Velocity-Layers, Round Robin Programmierung – womit vermieden wird, dass exakt das selbe Sample zweimal hintereinander abgespielt wird – all das konsequent einzusetzen, ist heute möglich. Neue Versionen bekannter Sampling-Instrumente sind deshalb mehr als nur Face-Lifting. Streicher-Pads klangen auch früher schon recht eindrucksvoll, sobald es aber an Melodie-Linien ging, hörten sich Phrasierungen und Tonübergänge oft künstlich an. Moderne Software, wie Miroslav Philharmonie 2, kann das viel besser. Mit Hilfe von IK Multimedias Sample-Tank-3-Engine wird ein realistischer Sound generiert, wie er vor Jahren noch nicht mit Sampling erzeugt werden konnte.

Der kleine Unterschied

Trotz des technischen Fortschritts ist beispielsweise ein Geiger nach wie vor in der Lage, ausdrucksvoller zu spielen, als jemand, der Samples mit dem Keyboard triggert. Je mehr MIDI-Controller man zur Verfügung hat, desto unübersichtlicher und zugleich abstrakter wird die Sache. Der Spieler eines „Natur-Instruments“ phrasiert „aus dem Bauch heraus“ und muss nicht über LFO-Einstellungen und Controller-Zuweisungen nachdenken. Es macht also keinen Sinn, völlig neutral klingende Samples aufzunehmen und den musikalischen Ausdruck beim Spielen synthetisch zu erzeugen, was auch immer irgendwie künstlich klingt.

Hier kommt ein Musiker wie Miroslav Vituous  ins Spiel, der bei der Aufnahme von einzelnen Tönen und Phrasen als Dirigent die Musiker leitet, so dass sie emotionalen Ausdruck einbringen – Artikulationen „mit Seele“, die lebendig und echt klingen. Dadurch klingt das Ergebnis wesentlich realistischer, als wenn Vibratos mit LFOs und Klangfarben-Änderungen durch Filter simuliert werden, obwohl auch das mit diesem virtuellen Instrument zusätzlich möglich ist.

Die Library

Mehr als 55 GB Sampling-Material umfasst die Library von Philharmonik 2.  Streicher, Holzbläser und Blechbläser werden ergänzt durch Flügel, Cembalo, Gongs, Marimba, Vibrafon, Glockenspiel und verbesserte Instrumenten-Versionen der Original-Library. Die Samples wurden in den CNSO Orchestra Studios in Prag aufgenommen, dem Zuhause des Tschechischen National Symphonie Orchesters. Die Instrumente verfügen über mehr Artikulationen, als sie von den meisten Konkurrenzprodukten geboten werden.

 

Klick auf eine Keyswitch-Taste öffnet Artikulations-Übersicht (hier sind es 20!)

Klick auf eine Keyswitch-Taste öffnet Artikulations-Übersicht (hier sind es 20!)

 

Miroslav Vitous

Jazz-Bassist und Komponist Miroslav Vitous gründete zusammen mit Joe Zawinul und Wayne Shorter die Jazz-Fusion Gruppe Weather Report. Er spielte mit Miles Davis, Chick Corea, Jan Hammer und vielen anderen legendären Musikern.

Miroslav Virtuos – Jazzbassist, Komponist, Dirigent

Miroslav Virtuos – Jazzbassist, Komponist, Dirigent

1993 brachte Vitours die erste Version seiner Orchester-Library auf den Markt, die aus dem persönlichen Wunsch heraus entstanden ist, Orchestermusik komponieren zu können, „ohne 80.000 $ für ein Symphonie-Orchester bezahlen zu müssen“, wie er in einem Interview sagte. Ursprünglich wurde die Library für den Privatgebrauch entwickelt, später auf 5 CD-ROMs im Akai-Format vertrieben. Dass man dafür anfangs mehrere Tausend Dollar bezahlen musste, kann man sich heute kaum noch vorstellen.

Vitous’ hoher Qualitätsanspruch führte jetzt zur Version 2, die mit ihrer Soundqualität, dem Umfang und Bedienungskomfort die heutigen Möglichkeiten nutzt.

 

Eine Info-Seite mit Bild und Text

Eine Info-Seite mit Bild und Text

 

GUI

Das grafische Interface im „Klassik-Look“ erlaubt die Darstellung der drei Pages PLAY, MIX und EDIT, die sich mit den Buttons  am oberen Rand links umschalten lassen. Im Hauptbereich gibt es weitere Umschalt- und Bedienungselemente. Unten befindet sich ein virtuelles Keyboard. Die Leiste direkt darüber zeigt die Macro- oder FX-Regler. Auf den ersten Blick wirkt das alles recht übersichtlich und tatsächlich bekommt man auch ohne große Mühe schnell schöne, spielbare Sounds zu hören. Wer aber bis ins Detail editieren möchte, hat beinahe unbegrenzte Möglichkeiten zu „schrauben“ und kann Miroslav Philharmonik 2 vom Sample-Player zum Synthesizer machen.

Wer mit IK Multimedia Sample Tank 3 vertraut ist, wird hier dieselbe Struktur erkennen und sich besonders schnell zurecht finden. Wenn man Sample Tank 3 ebenfalls auf dem Rechner hat, lassen sich die Sounds von Philharmonik 2 tatsächlich auch von dieser Oberfläche abrufen und mit völlig anderen Sounds und Patterns gleichzeitig verwenden.

 

Play, Mix & Edit

 

Das Multi-Preset „Full Orchestra Live“ mit 11 Parts

Das Multi-Preset „Full Orchestra Live“ mit 11 Parts

Play – der Browser

Links befindet sich der Sound-Browser mit ausklappbaren Untermenüs für die einzelnen Kategorien. Die Lupe am unteren Rand aktiviert die Suchfunktion.

Unter MULTI finden sich fertige Instrumenten-Zusammenstellungen, vom Ensemble bis hin zum „Full Orchestra Scoring“ mit 15 Instrumenten.

INST stellt alle Instrumente einzeln zur Verfügung. An erster Stelle jeder Rubrik befindet sich hier jeweils eine Version mit allen verfügbaren Artikulationen, welche sich per Keyswitch umschalten lassen. Dabei sind die Steuertasten jeweils in einem Bereich außerhalb des Tonumfangs angeordnet. Oft ganz links, beginnend mit der MIDI-Note C0; bei Bass-Instrumenten aber auch mal im Bereich der hohen Noten.

Jede Artikulation ist aber auch als Einzelinstrument vorhanden, für den Fall, dass für eine Spur nur Legato-Strings, nur die Pizzicato Spielweise oder eine der anderen Artikulationen benötigt wird. Das gilt nicht nur für die Streicher, sondern ebenso für Bläser und andere. Die Bezeichnung „Instrument“ umfasst auch Gruppen von Spielern, die als ein Part eingesetzt werden. Sie befinden sich im Untermenü „Ensembles“. Das Untermenü „Solo“ führt zu den Einzelinstrumenten, die in jeder Kategorie ausdrucksvolles solistisches Spiel ermöglichen.

Die Hauptkategorien im Browser heißen Strings, Brass, Woodwinds, Chromatic, Piano und Miroslav Philharmonik 1. 

Die letzte Kategorie enthält fast alle Instrumente der früheren Software-Version, angepasst an die neuen Play-, Mix- und Bearbeitungs-Funktionen. So hat man als Alternative die nach wie vor beliebten „Retro“-Klänge zur Hand. Außerdem gibt es einige Instrumente, die nur hier enthalten sind, wie beispielsweise Pauken oder Chor-Samples.

 

PATTERN bietet per Tastendruck vorgefertigte Tonsequenzen, die man den Instrumenten zuordnen kann. Bis zu 128 Patterns pro Instrument lassen sich theoretisch den Tasten des Keyboards zuordnen. Sie können vielfältig in Lautstärke, Intensität und Oktavlage bearbeitet werden. Außerdem kann man ein Pattern auf eine MIDI-Spur der DAW ziehen und dort frei editieren. Speziell geeignete Patterns sind aber nicht für jedes Instrument vorhanden.

LIVE ist ein Bereich für eigene Zusammenstellungen von Instrumenten, Patterns, Effekten und Soundbearbeitungen, die sich während eines Konzerts mit einem Klick aufrufen lassen.

Play – die Parts

Der größere, rechte Bereich zeigt die geladenen Instrumente. Jede der 16 Reihen kann ein Einzelinstrument oder Multi-Instrument enthalten. Wählt man für mehrere den gleichen MIDI-Kanal, entstehen Layer-Klänge. Jeder Part kann aber auch einem eigenen MIDI-Kanal zugeordnet werden.

Im Part-Bereich ist auch bereits ein Mixer mit Solo/Mute, Volume, Panorama und Pegel-Anzeige integriert. Noch besser lässt sich der Sound aber auf der nächsten Page mixen.

 

„Full Orchestra Live“ – Mix-Page der ersten 8 Instrumente 

„Full Orchestra Live“ – Mix-Page der ersten 8 Instrumente

Mix

Das Mischpult besitzt 5 Slots für Insert-Effekte und einen Drehregler, mit dem sich jeweils ein per Schalter angewählter Send-Effekt bedienen lässt. 4 Send-Effekte pro Kanal sind möglich, die sich Pre- oder Post-Fader schalten lassen. Dazu kommen pro Kanal Panorama-Slider, Solo/Mute-Schalter und Volume-Fader. 8 Channel-Strips und 1 Master-Channel sind zunächst sichtbar.

Am unteren Ende der Kanäle 1 bis 4 befindet sich ein schmaler grauer Balken. Bewegt man diesen bei gedrückter Maustaste nach rechts, erscheinen die Kanäle 12 bis 16 sowie die 4 Effekt-Return-Kanäle. Der Master-Channel verfügt ebenfalls über 5 Effekt-Slots für Mastering Plug-ins. Damit lässt sich auch die klangliche Endbearbeitung innerhalb von Miroslav Philharmonik 2 bewerkstelligen.

 

 

Die Edit Page

Die Edit Page

Edit

Die Edit-Page bietet Zugriff auf eine große Anzahl von Parametern für jeden einzelnen der 16 Parts, zwischen denen man hier am rechten Rand des Fensters umschalten kann. Mit Resampling, Hüllkurven, Filtern (10 Filtertypen!) und vielen weitere Bearbeitungsmöglichkeiten lässt sich der Sample-Player hier zum Synthesizer umfunktionieren. Es ist aber auch möglich, die Sounds natürlich zu belassen und nur durch kleine Eingriffe den eigenen Vorstellungen anzupassen.

Macros und Effekte

Der Bereich zwischen dem Hauptfenster und dem virtuellen Keyboard besitzt links ein Pitch- und ein Modulationsrad, rechts kann zwischen MACRO und FX umgeschaltet werden. Die Einstellung MACRO stellt, pro Part bzw. Mixer-Kanal 8 Drehregler bereit, mit denen sich die wichtigsten Parameter verändern lassen.

Wählt man auf der PLAY-Page für einen Part einen oder mehrere Effekte aus, erscheinen diese als Inserts auf der MIX-Page. Die Effekte sind im Menü nach Funktionen gruppiert: Amp Components, EQ + Dynamics, Modulation, Reverb + Delay, Filter/Other. Die Effekte benutzen hochwertige Algorithmen aus IK Multimedias Mastering-Suite t-Racks und sind teilweise Emulationen legendärer Hardware von Marken wie Fairlight, Pultec oder Urei.

Neben verschiedenen algorithmischen Halltypen gibt es den ConvoRoom, einen Faltungshall mit den Räumen Church, Studio, Concert Hall und Theater, der mit 5 Reglern justiert werden kann.

 

Von jedem Raum gibt es eine 3-D Darstellung.

Von jedem Raum gibt es eine 3-D Darstellung.

 

Automation

Die Buttons LEARN und CONTROL am unteren Rand der grafischen Oberfläche erlauben die flexible Zuordnung von MIDI-Controllern zur Steuerung der Parameter. Außerdem konnte ich in Logic Pro X problemlos Mixerkanäle über das Zuweisungsmenü innerhalb der DAW mit der Spur-Automation von Logic koppeln und automatisieren.

Noch einmal mit Gefühl! – Hörbeispiele

Mein erstes Hörbeispiel demonstriert verschiedene Artikulationen eines Solo-Instruments, in diesem Fall ist es die Violine. Ich habe per Keyswitches alle 4 Takte (bis auf den Schlusstakt) die Artikulation umgeschaltet. Ungefähr die Hälfte der dafür vorhandenen Artikulationen wurde verwendet. Musikalisch sinnvoller wäre es, einzelne Töne oder zusammengehörende Passagen zu bearbeiten, aber so wie hier hört man die Unterschiede deutlicher heraus.

 

Auch ein neuer Konzertflügel ist dabei. Raumanteile kommen nur vom Instrument, den voreingestellten Hall habe ich „für Elise“ ausgeschaltet.

 

Ein kleines Experiment mit Sequenzen aus der PATTERN Auswahl. Im Audiobeispiel spielt ein Violin- und ein Cello-Pattern gleichzeitig die entsprechenden Parts. Wenn man ein Pattern auf eine Instrumenten-Spur der DAW zieht, bekommt man eine MIDI-Tonfolge, die sich frei bearbeiten lässt. So sieht das Violin-Pattern im Noteneditor aus:

Das Violin-Pattern des Hörbeispiels

Das Violin-Pattern des Hörbeispiels

 

 

Für das letzte Beispiel habe ich mein eigenes Orchester aus 12 Parts zusammen gestellt. Die Strings werden per Logic-Automation teilweise in der Lautstärke verändert, das Glockenspiel hat ein Tape-Delay bekommen (Plug-in-interner Effekt) und im Master-Kanal habe ich den Convolution Room „Concert Hall“ dezent hinzugemischt. Die Effekt- und EQ-Einstellungen, die einige Parts besitzen, habe ich nicht verändert. Alle Sounds, bis auf Spur 3 und 12 stammen aus der neuen Miroslav 2 Library. Die grauen Spuren enthalten Steuerdaten für Keyswitches.

 

So sieht es in Logic aus (Ausschnitt). Um mehrere MIDI-Kanäle für ein Plug-in verwenden zu können, muss man zunächst eine Spur vom Typ „Software-Instrument Multitimbral“ erzeugen.

So sieht es in Logic aus (Ausschnitt). Um mehrere MIDI-Kanäle für ein Plug-in verwenden zu können, muss man zunächst eine Spur vom Typ „Software-Instrument Multitimbral“ erzeugen.

 

 

Weitere, teils sehr aufwändig gemachte Beispiele bei IK Multimedia auf dieser Seite. Dort findet man auch eine ausführliche Beschreibung aller Effekte und Sound-Bearbeitungsmöglichkeiten.

 

Fazit

Die Orchester Workstation IK Multimedia Miroslav Philharmonik 2 hat mich voll und ganz überzeugt. Die Version 1 benutze ich seit Jahren als orchestrale Ergänzung zu Musikstücken unterschiedlicher Art. Wie ich in einem Artikel gelesen habe, wurde sogar der Welthit „Video Game“ von Lana Del Rey im Background mit Miroslav Philharmonik 1 angereichert. Mit Version 2 kann man jetzt auch „Hans Zimmer spielen“ und wuchtige Klänge in Szene setzen. Feine Variationen bei jeder der zahlreichen Instrumenten-Artikulationen sorgen dafür, dass der Sound niemals synthetisch wirkt. Miroslav Vitous ist es tatsächlich gelungen, Emotionen einzufangen. Miroslav Philharmonik 2 ist eine „gefühlsechte“ Sampling-Workstation, die Freude macht!

Systemanforderungen:

64-Bit Betriebssystem Mac oder PC

Unterstützte Plug-in Formate, Mac: AU, VST 2, VST 3,  AAX

Unterstützte Plug-in Formate, Windows: VST 2, VST 3,  AAX

 

Mit Aufpreis auch im Karton oder auf USB-Drive zu bekommen

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Hersteller: IK Multimedia

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16 thoughts on “IK Multimedia Miroslav Philharmonik 2

  1. Peter Ditzer

    Hallo Jürgen!
    Habe das Plugin auch gleich bei Erscheinen bestellt. Wegen meines DSL 3000 allerdings als USB Stick.
    Philharmonik 2
    Macht Spass damit zu arbeiten. Etwas vermisse ich automatisches Legato so wie bei Session Strings.
    Und beim Cello Ensemble gibt es bei der Artikulation Pizzicato kein Pizzicato. Also wohl ein Bug.
    Ich habe es bisher als Multi Instrument benutzt.
    Das macht aber manchmal Schwierigkeiten bei der Verteilung auf die Prozessorkerne in Logic. Sobald eine Spur live geschaltet ist arbeitet nur Kern 1. Wenn ich jedoch irgend eine andere Spur anwähle verteil sich alles brav auf die verschiedenen Kerne. Ist halt dumm wenn man gerade etwas aufnimmt in Philharmonic 2.
    Ich dachte das Logic Update brächte Abhilfe aber dem ist nicht so. Stattdessen wurden mal wieder Tastatur Kommandos geändert. ( Toolbox) Statt der vertrauten Zahlen 1 – 9 nun Buchstaben meist ohne sinnvolle Zuordnung. So wird die Lernfähigkeit bis in’s hohe Alter trainiert…
    LG; Peter

    Reply
    1. Jürgen Drogies Post author

      Hallo Peter,
      mir macht die Software auch Spaß. Alle Artikulationen von allen Instrumenten konnte ich nicht durchprobieren, deshalb ist mir das mit dem Pizzicato beim Cello nicht aufgefallen. Es gehört wohl zu Logic, dass ein Plug-in, auch als Multiinstrument, nur von einem Kern berechnet wird.

      Ich verwende meistens mehrere Instanzen, z. B. eine für Bläser, eine Streicher…

      Für den Testbericht habe ich alles in einer Instanz angelegt, damit es übersichtlicher ist mit dem Screenshot dazu.
      Viele Grüße
      Jürgen

      Reply
      1. Peter Ditzer

        Jürgen; bei der Wiedergabe verteilt sich die CPU – Last ja auf alle Kerne. Es ist nur wenn eine Spur des Multi Instrumentes angewählt = aufnahmebereit ist.
        Werde jetzt mal den Test mit mehreren Instanzen machen.
        Insgesamt ist es ja sehr schön dass es für Logic umfangreiche Updates gibt. Hier ist der Link zu allen Details: https://support.apple.com/en-us/HT203718 Wenn ich das durchlese wird mir ganz schwindelig. Könnt ihr euch das alles merken? LG;

        Peter

        Reply
  2. Jürgen Drogies Post author

    Du hast Recht, bei multitimbralen Instrumenten wird bei der Wiedergabe die Last verteilt, wenn im Arrange keine Spur des multitimbralen Softwareinstruments angewählt ist.

    Die Regel 1 Kern pro Channel trifft nur auf die Verwendung zahlreicher Plug-ins in einem Kanal zu, was zu einer Überlastung führen kann. Deine Frage „Könnt ihr euch das alles merken?“ ist hiermit beantwortet. Ich kann mir jedenfalls nicht alles merken.

    LG zurück
    Jürgen

    Reply
  3. J_L

    hallo
    hat jemand in OS X in einem Terminal:
    `auval -a‘ probiert? ‚ AU validation)
    ich bekomme keine richtige infos von IK… ‚ schon 10 mal an support geschrieben)
    hier ständig : false…
    FX iqt immer stereo
    instrument immer Links und manchmal Rechts
    bG

    Reply
  4. Jürgen Drogies Post author

    Hallo Jean-Luc,
    leider erfährt man aus deinen Angaben nicht, was genau das Problem ist.
    Welche DAW benutzt du? welche Version? Mac oder PC? , welches Betriebssystem?
    Viele Grüße
    Jürgen

    Reply
  5. J_L

    hallo Jürgen
    Vielen dank;
    ich mache jeden tag beta tests für Ardour ( OS X .10.5) DAW in 32 und 64 bit)
    http://ardour.org und bin in ständig kontakt mit den devs.
    – in den videos kann man die tests sehen und hören:
    https://www.youtube.com/channel/UCoFKGsiM_RmAuzqFOd7AMsQ

    das FX ist ständig Links + Rechts hörbar aber die Instrumente sind oft nur Links und man muss die presets x mal laden damit stereo kommt, darum war die Idee: ist da im plugin ein “ init to 0 “ problem ?…
    ( ich hab ein sehr „volles“ preset gemacht damit so viel wie möglich “ durch das RAM geblasen wird “ 🙂
    -der AU validation ist immer falsch ( in terminal: `auval -a`) aber IK will nichts davon hören…
    ich hab sie zB anfangs Januar gefragt ob da updates geplant sind: die Antwort war: gar nicht… und dabei gab es schon mehrere updates seit dem…
    im normal fall, wenn AU validation falsch ist, nimmt Logic Pro X den plugin nicht an…
    darum such ich Leute die damit Erfahrung haben: AU val + Logic Pro X…
    -in der standalone version ist alles OK, und der sound ist super ( ich hab ja schon Phil 1, hörbar in den Chor demos, aber ist nur 32 bit )
    es könnte sein , dass das problem auch mit dem “ symbiosis“ ding zusammen hängt: ( VST to AU), aber das ist noch etwas anderes..
    ich hoffe, es ist jetzt mehr klar 🙂 …
    Beste Grüße
    JL

    Reply
  6. Jürgen Drogies Post author

    Hallo Jean-Luc,
    bei mir gibt es keine Probleme, ich habe gerade noch einmal probiert.
    AU-Validation ist auch OK.
    Falls es noch nicht der Fall ist, würde ich dir raten,
    überall die neuesten Software-Versionen zu verwenden:

    Mac OS X El Capitan, 10.11.4

    Logic Pro X 10.2.2

    Miroslav Philharmonic 2 Version 2.03

    Weitere Möglichkeiten.

    Phil.2 de-installieren.
    In der Installations-Datei ist ein De-Installer enthalten.
    Dann neu installieren. Das dauert natürlich etwas, weil
    das Programm dann erst wieder die Samples initialisiert.
    (Die würde ich natürlich vorher nicht löschen).
    Gruß
    Jürgen

    Reply
  7. Robin Gareus

    auval ist das „Audio Unit Validation Tool“ – das kommt mit jedem Apple/OSX und ist ein Werkzeug zum testen ob ein Audio Unit Effekt mit den Apple Standard-konform ist.

    In JL’s fall ist die DAW mixbus.harrisonconsoles.com bzw ardour.org (NB ich bin einer der Entwickler) aber Logic Pro X weigert auch AUs zu laden die den auval test nicht erfolgreich abschließen.

    Da Philharmonik2 in seinem Fall nicht lauft, war `auval -a` (im Terminal) der erste Test. …und siehe da. auval crashed (segmentation fault).

    Der nächste Achritt ist herauszufinden ob das spezifisch nur JL’s Computer ist oder ob andere Benutzer das gleiche sehen. ie. Philharmonik2 ist nicht Apple-konform lauft aber dennoch in einige anderen DAW.

    Daher die bitte. Applications > Utilities > Terminal ;; auval -a

    Reply
  8. Robin Gareus

    Aah da haben sich unsere posts gerade gekreuzt. Danke für’s feedback.
    Das scheint dann wohl ein Problem mit JL’s Mac zu sein.

    Reply
  9. JL

    vielen Dank Jürgen
    endlich ne tichtige Antwort 🙂
    alles schon gemacht, de install, re install
    nur wollte ich auf yosemie bleiben, der kann 32 + 64 bit

    also wenn brei Dir AUYval geht, dann ist es eine andere Musik….
    bG
    JL

    Reply
  10. JL

    vielen Dank Jürgen

    endlich ne richtige Antwort 🙂
    schon gemacht: re install
    ( keine komplette de install )
    nur wollte ich auf yosemie bleiben, der kann 32 + 64 bit

    also wenn brei Dir AU val geht, dann ist es eine andere Musik….
    bG
    JL

    Reply
  11. Jürgen Drogies Post author

    @JL
    32-Bit Plug-ins sind im 64-Bit Modus von Logic kein Problem mit 32 Lives, hier mein Test:
    https://www.music-knowhow.de/test-soundradix-32-lives-32-bit-to-64-bit-au-adapter/
    Der Test ist schon etwas älter, aber die Software wird regelmäßig upgedatet und läuft problemlos.
    Damit kann man auch gut unter El Capitan arbeiten (Ich mache das täglich).
    Ich weiß allerdings nicht, ob deine anderen Programme mit El Capitan kompatibel sind (Interface usw.)
    Gruß
    Jürgen

    Reply
  12. JL

    vielen dank Jürgen
    ich hab gemacht was Robin gesagt hat: manche AU components aus Components Folder raus gemacht ( da waren demos drin) und : kein AUval crash mehr 🙂
    schon mal etwas; aber immer noch random Rechts …. manchmal geht’s , manchmal nicht, das ist “ strange“ ….

    Reply
  13. Jürgen Drogies Post author

    Hi JL,
    sprichst du von Logic Pro X oder von Harrison Mixbus?
    Jürgen

    Reply
  14. JL

    HI Jürgen,
    von Ardour und Mixbus;
    wir haben ungefähr gefunden woran’s liegt; zu lange zum schreiben hier; ( in kurz: AU busses Verwaltung + RAM Verwaltung)
    Du warst der einzige der uns bestätigt hat, dass AU val bei Dir in ordnung ist, wir suchen seit Januar, und haben nie eine Antwort bekommen , darum, noch ein mal vielen Dank !
    bG
    Jean-Luc

    Reply

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