Digitales Remastering: Thirsty Moon 1976/79

By | 24. Oktober 2018

Im Herbst 2018 habe ich zwei Alben der Band Thirsty Moon für die digitale Wiederveröffentlichung vorbereitet. Was jetzt kommt, ist kein rein technischer Artikel. Ich habe bei Thirsty Moon selbst mitgespielt und möchte einen Bogen spannen von 1976 bis 1981. 

So viele Jahre. So viele Ereignisse. Zeit, um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. Meine Social-Media-Kontakte verraten mir, dass eine ganze Menge Interesse am sogenannten Krautrock und an Thirsty Moon besteht. Mastering war im Sommer zweimal music-knowhow-Thema. In diesem Artikel geht es ebenfalls darum, aber auch um eine Zeitreise in die 1970er und zur Bremer Band Thirsty Moon.

Thirsty Moon live

Thirsty Moon live Anfang der 1970er-Jahre

Thirsty Moon – der Anfang

Als Thirsty Moon Anfang der 1970er gegründet wurde, gehörten Michael Kobs, Harald Konietzko, Erwin Noack, „Hucky“ Hans-Werner Ranwig, Norbert und Jürgen Drogies zur Band. Das erste Album erschien 1972 unter dem Namen „Thirsty Moon“ bei Brain-Records. Hans-Werner tauschte ein Jahr später den Platz mit Siegfried Pisalla. Das zweite Album hieß bewusst „You’ll never come back“. Aber Irrtum! Die Band war fast ein Jahrzehnt in wechselnder Besetzung aktiv, aber nur mein Bruder Norbert und ich blieben immer dabei. Nach dem ersten Split nahmen wir 1974 das Album „Blitz“ im Alleingang auf. Eigentlich sollte es nicht unter Thirsty Moon erscheinen, aber die Plattenfirma Brain bestand darauf. Also blieb es bei dem Namen – für „Blitz“ und zwei weitere Studioalben. Live-Aufnahmen aus dieser Zeit wurden erst nach der Jahrtausendwende „ausgegraben“ und unter den Titeln „I’ll be back – Live 75“ und „Lunar Orbit (Live at Stagge’s Hotel 1976)“ auf CD und online veröffentlicht.

1976: Aufnahme der LP „A real good time“

Wie bei schon bei „Blitz“ wurden die Aufnahmen im Studio von Rolf Simson durchgeführt. Simson, genannt Rudi, war ein prima Musiker-Kollege, der nicht von oben auf uns junge Leute herabschaute. Wir waren manchmal auch als Studiomusiker für ihn tätig. Einmal habe ich ein Keyboard zum Playback eines Shanty-Chors aus Helgoland synchronisiert. Ich war mit einer Stelle unzufrieden und wollte sie ausbessern. Er fragte „Wieso, Fehler? Ich hab‘ nichts gehört“. Dann ließ er das Band noch einmal laufen und rief an der entsprechenden Stelle laut „Ahoi!“. „Na? ist doch alles gut!“

 

Rolf Simson

Rolf Simson

Wir konnten im Studio proben und hatten keine Begrenzung bei der Aufnahmezeit. Bei den ersten beiden LPs, die im Studio Maschen aufgenommen worden waren, gab es eine 16-Spur-Maschine, aber nur 5 Tage zum Aufnehmen und 2 zum Mischen. Bei Rudi waren es 8 Spuren, ein selbstgebautes Mischpult, ein hochwertiges Neumann-Mikrofon für Gesang und Hall von einer damals amtlichen EMT-Hallplatte. Ein Kompressor/Limiter von Fairchild war auch im Einsatz, leider weiß ich nicht, welches Modell. Abgesehen vom Mischpult bezeichnet man solche Geräte heute als „analoge Schätzchen“ und sie werden für viel Geld gehandelt. Leider existiert das Studio nicht mehr und die Ausrüstung wurde wohl verkauft.

Mehr noch als Rolf Simson saß mein Bruder Norbert am Mischpult. Wie lange wir an den Aufnahmen gearbeitet haben, weiß ich nicht mehr, jedenfalls wesentlich länger als ein Woche. Die Aufnahmen wurden nicht mehr von der Plattenfirma bezahlt, sondern der Deal war „Bandübernahme“. Rolf Simson, Norbert und ich haben die LP produziert.

Thirsty Moon in der Besetzung von 1976

Thirsty Moon 1976

Junior Weerasinghe (Drs + Voc), Norbert Drogies (Bass), Serge Weber (Keys), Jürgen Drogies (Gtr, Keys, Voc), Rainer Neumann (Sax)

Die LP erschien wieder bei Brain, einem Label der Metronome. Außer der oben abgebildeten Autogrammkarte und dem Druck von Plakaten, von denen ich leider keines mehr habe, machte die Firma kaum Promotion. Allerdings gab es eine Bemusterung der Rundfunksender, die aber kaum deutschen Rock spielten, und der Presse. Überraschung: „A real good time“ wurde LP-Tipp in der bekanntesten Jugendzeitschrift „Bravo“. Zum kommerziellen Erfolg führte das allerdings nicht. Wie auch heute, war die beste Promotion für eine Band, mit möglichst vielen Auftritten bekannt zu werden. Dazu kam es leider nicht, weil die Besetzung nur wenige Monate zusammenblieb.

 

A real good time, Cover Rückseite

A real good time, Cover Rückseite

 

Wie stehe ich heute zu dem Album? Nach einer längeren Schnee-von-gestern-Phase gefällt es mir wieder richtig gut. Natürlich würde ich heute manches anders machen, aber egal. Jazzrock und Fusion waren damals bei den Bremer Musikern angesagt. Für mich war eher Pop-Rock ein Einfluss, wie David Bowies Album „Young Americans“. Das wurde lange Zeit als zu kommerziell kritisiert, heute gehört es einfach zum musikalischen Erbe eines Musik-Genies. So ändern sich die Einschätzungen! Auf „A real good time“ sind beide Genres, sowohl Pop- als auch Jazzrock vertreten. Warum eigentlich nicht? Nachträglich bin ich sehr überrascht von unserem damals noch sehr jungen Saxofonisten Rainer Neumann. Ein schöner Ton, immer sauber gestimmt und fantasievoll in den Improvisationen. Bis auf den Titel „Sundance“, den Serge Weber komponiert hat, habe ich die Musik und alle Texte geschrieben.

Ich möchte noch die Instrumente erwähnen – soweit ich das noch weiß:

  • Serge: Fender-Piano, Hohner Clavinet, Solina String-Ensemble, Synthesizer
  • Junior: Ludwig Drumkit, Congas, Percussion
  • Norbert: Fender Precision Bass, Percussion
  • Jürgen: Fender Telecaster Custom, Hopf Konzertgitarre, Ibanez Concorde Westerngitarre, Synthesizer (frühes, kleines Roland-Modell, Typ?)

Das Fabrikat von Rainers Saxofon ist mir nicht bekannt.

2018: Remastering „A real good time“

Ich besitze heute noch eine analoge Bandmaschine (Revox PR99) mit der ich professionelle 2-Spurbänder mit 38cm/Sek. abspielen kann. Was ich nicht besitze, ist eine Tonbandkopie des Albums. Wer hätte auch gedacht, dass man die 42 Jahre später brauchen würde? Allerdings gehören mir mehrere Exemplare der LP. Für manche Musik-Genießer sind Vinyl-Scheiben das Non-Plus-Ultra – sie zu digitalisieren ist nicht witzig. „Knacks“ – „Knister“ – … Da sind also erst einmal die rein technischen Geräusche, die bei der Abtastung der Plattenrillen entstehen. De-Clicker, De-Noiser – es gibt Software, um so etwas automatisch zu entfernen. Ich habe das gar nicht erst versucht, vielleicht ein Fehler, aber ich hätte doch immer gedacht: Hat das Programm da irgend etwas entfernt, was zur Musik gehört?

Ich habe damit begonnen, eine der LPs mit Apple Logic Pro X aufzunehmen. Zum Glück besitze ich einen guten Denon-Receiver mit Plattenspieler-Eingang. Über den Direktausgang konnte ich eine Verbindung zum Audio-Interface (Focusrite Saphire Pro 40) herstellen. Danach wurden alle Titel im Logic-Audio-Editor auf Länge geschnitten und durchgehört. Einige Titel enthielten besonders störende Knackser. Ich habe diese dann auf fünf anderen Exemplaren der LP angehört und neu digitalisiert, sobald ich einen sauberen Track gefunden hatte.

Knistern, das vor allem in Pausen zu hören ist, habe ich nicht weiter bearbeitet, weil es vom Nutzsignal genug überdeckt wird. Einige der LPs waren noch nie abgespielt worden und hatten daher keine Abnutzungserscheinungen. Knacken, das einen Impuls von wenigen Millisekunden darstellt, störte in einigen Intros, die mit Synthesizer-Atmos beginnen. Ich konnte sie in Logic einfach löschen, ohne dass man es hinterher bemerken kann.

Gefährliches Terrain

Die Gewissensfrage lautet: Darf man im vorliegenden Fall am Klang schrauben? Ich weiß, dass jemand, der sich ältere Aufnahmen anhören möchte, meistens den ursprünglichen Sound einer modernisierten Fassung vorzieht. Aber legt man Wert auf eine offensichtliche Störfrequenz? – sicher nicht.

Fehler ausbügeln

Der erste Titel „The End of the TV-Programme“ ist nur 54 Sekunden lang, eigentlich nur ein Intro. Was wir 1976 wohl gar nicht gehört haben, aber mit moderner Technik zu hören und im Analyser-Plug-in zu sehen ist: ein durchgehender tieffrequenter Brummton. Sampling gab es noch nicht, also wurden Geräusche (hier ein Pferd) vom Tonband zugespielt. Entweder war das Brummen schon auf dem Geräuschband, oder die Leitung zwischen 2-Spur- und 8-Spur-Maschine war nicht ausreichend abgeschirmt. Diese Frequenz konnte ich mit dem Linear-Phase-EQ von Logic steilflankig entfernen, ohne den Gesamtklang zu beeinflussen.

Kosmetische Behandlung

Weil die Einleitung des Albums ganz meine Idee war, habe ich es mir erlaubt, die Umsetzung nachträglich zu verbessern. Der Gedanke war, dass jemand bis zum Ende des Fernsehprogramms einen Western anguckt und danach „On a Saturday Night“ um die Häuser zieht. Ende des Fernsehprogramms? In den 70ern war in der Nacht Schluss mit TV und es kam nur noch Rauschen aus der Kiste. Wir hatten das Hauptinstrument, das Solina String-Ensemble, direkt an das Mischpult angeschlossen. Die Musik kommt entsprechen direkt aus den Lautsprechern, aber nicht aus einem Wohnzimmer mit Fernsehgerät. 2018 habe ich das Plug-in Altiverb eingesetzt mit der Hallsimulation eines Wohnraums. Jetzt kommt der Track von etwas weiter hinten, bevor im Vordergrund der nachfolgende Titel erklingt.

Einen weiteren Eingriff habe ich bei „Candles“ vorgenommen. Ich liebte – und mag sie noch: Distortion-Pedale an der Gitarre, besonders den Fender Blender. Dieses Teil ist gefährlich, entsprechend aufgedreht, schneidet es wie ein Schweißbrenner durch die Musik. Ich kann heute nicht mehr nachvollziehen, warum ich solch einen schrillen, kratzigen Sound für das Gitarrensolo verwendet habe. Mit Hilfe der Automation von Logic Pro X habe ich an dieser Stelle einen Equalizer aktiviert, der den Klang etwas angenehmer gemacht hat. Dazu habe ich das Plug-in Eventide EQuivocate benutzt, bei dem man jedes Frequenzband einzeln abhören und in diesem Fall absenken kann.

 

Eventide Newfangled EQuivocate

Symbolische Abb., die Anzeige entspricht nicht dem Titel „Candles“.

 

Wer genau hinhört, wird vielleicht bemerken, dass auch Hi-Hat und Snare geringfügig anders klingen. Einige der Obertöne, die vom Fender Blender generiert werden, sind eben auch im Klangspektrum anderer Instrumente vorhanden. Ich habe deshalb auch nur um wenige dB abgesenkt.

Etwas lauter?

Ist es angebracht, das Verhältnis zwischen leisen und lauten Tönen an den heutigen Geschmack anzupassen? Aktuelle Musik ist zumeist wesentlich stärker komprimiert als ältere Veröffentlichungen. Pro: Es klingt lauter und druckvoller. Contra: Alte Aufnahmen hören sich nicht mehr ganz so „vintage“ an. Verbesserung oder Verschlimmbesserung? Meine Meinung: Niemand hört sich Musik aus dem Internet über eine 40 Jahre alte Musikanlage an, nur dann wäre der Sound wirklich authentisch! Ich entschied mich für eine moderate Kompression. In meinem Testartikel „Vergleichstest: Mastering Plug-ins“ habe ich geeignete Software verglichen. Ich habe alle Fabrikate auch mit der Thirsty-Moon-Musik ausprobiert. Die Ergebnisse lagen nah beeinander, aber irgendwie musste ich mich entscheiden. Schließlich habe ich eine Kombination von zwei Plug-ins verwendet: IK Multimedia T-RackS 5 Dyna-Mu und Eventide Newfangled Elevate.

 

IK Multimedia Vari Mu

Dyna-Mu, der virtuelle Vari-Mu Compressor

 

Eventide Newfangled Elevate 1.5

Eventide Newfangled Elevate 1.5

 

Den Dyna-Mu Kompressor habe ich so eingestellt, dass er kaum ansprach. Trotzdem fügte er etwas Dichte und Wärme hinzu. Elevate ist das eigentliche Loudness-Tool. Sein besonderer Algorithmus sorgt dafür, dass knackige Attacks erhalten bleiben und die Musik insgesamt etwas transparenter klingt.

Nach der Bearbeitung mit 24-Bit Auflösung habe ich die Songs im 16-Bit Format als .wav-Dateien gesichert. So wird es von Amazon, Spotify, Apple und den anderen Streaming- und Download-Anbietern verlangt. Der Vertrieb erfolgt über Fuego.

 

1979 „Starchaser“

Das Album „Starchaser“ haben wir 1979 im Studio Nord, Bremen aufgenommen. Die Veröffentlichung war 1980 oder 1981 auf Sky Records. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine live-Besetzung, so wurde es ein „Gebrüder Drogies und Gäste“-Projekt.

Heute wird Musik vielfach nach einem Metronom-Klick eingespielt, wegen der rhythmischen Genauigkeit und um eine Zeitbasis zu haben, mit deren Hilfe man programmierte Sequenzen synchronisieren kann. 1979, vor der Erfindung von MIDI und bevor Computer in die Studios einzogen, war das noch nicht allgemein üblich. Beim ersten 2-Mann-Projekt „Blitz“ hatten wir zuerst Schlagzeug und Rhythmusgitarre aufgenommen und dann weitere Spuren dazu gespielt. Für „Starchaser“ habe ich alle Titel zu Hause vorproduziert. Als Taktgeber diente eine geliehene Rhythmus-Maschine mit festen Patterns, wahrscheinlich eine Roland TR-77. Dazu habe ich Rhythmusgitarre gespielt und gesungen. Alles zusammen habe ich auf einem 2-Spur Revox Tonbandgerät aufgenommen. Diese Aufnahmen wurden im Studio Nord auf eine der 24 Spuren der Mehrspurmaschine überspielt und dienten so als Lead-Tracks.

Studiobesitzer, Produzent und Toningenieur war Wolfgang „Ronny“ Roloff, eine Generation älter als wir, aber unserer Musik gegenüber aufgeschlossen und ausgesprochen experimentierfreudig. Ronny ist neben James Last bis heute der erfolgreichste Musiker Bremens. Der Umgang mit ihm war freundschaftlich; vor jeder Aufnahme-Session wurde erst einmal Kaffee getrunken und geplaudert.

 

Ronny (Wolfgang Roloff)

Studiobesitzer und Toningenieur Ronny (Wolfgang Roloff)

Einige von Ronnys technischen Innovationen muss ich hier unbedingt erwähnen. Der Aphex Aural Exciter war in den 1970ern der letzte Schrei. Ein Gerät, das kurz gesagt mit Obertönen den Sound verschönert. Wolfgang hat ihn nicht nur nachgebaut, sondern erweitert und auch den Mitten- und den Bassbereich angereichert. Er nannte es A-B-C-fex. Die Schaltung arbeitete soviel ich weiß mit Verzerrung und Phasenverschiebung, ganz ähnlich dem, was heute Sättigungs Plug-ins machen! Der Bass wurde zusätzlich auf einer zweiten Spur mit durchklingenden Grundtönen aufgenommen. Ein Gate, das von der Bassdrum getriggert wurde, machte diese Töne kurzzeitig im Mix hörbar, so entstand eine melodische Bassdrum. Auch getriggerte Akkorde gibt es, ein Effekt, der erst später im House- und Techno-Stil üblich wurde. Im ersten Song des Albums singt Ronny die markante tiefe Stimme bei „on the run“. Der Song „The seals“ beginnt mit unwirklichen, stimmhaften Sounds. Kein Synthesizer, sondern Ronny an der Geige. „Do you believe in flying saucers?“ – ein am Mischpult kreiertes avantgardistisches Klanggetöse!

 

Thirsty Moon Starchaser

Cover-Design: Norbert Drogies, Foto Dieter Kahl

Starchaser – Musiker und Instrumente

  • Hans-Werner Ranwig: Gesang und Background Gesang
  • Junior Weerasinghe: Schlagzeug bei „Who’s gonna save the world“
  • Wolfgang Roloff: Background Gesang und Violine
  • Gerda Cronie, Maureen Laurens von „Ebony“: Background Gesang
  • Norbert Drogies: Bass, Schlagzeug, Percussion
  • Jürgen Drogies: Gitarre, Piano, Solina String Ensemble, Mellotron

Produktion: Wolfgang Roloff, Norbert und Jürgen Drogies

 

Cover Starchaser Rückseite

Cover Starchaser Rückseite

 

2018: Remastering „Starchaser“

Im Sommer 2018 nahm ich Kontakt zu Peter Roloff auf, dem Sohn und Nachfolger von Wolfgang Roloff. Er fand die Idee sofort gut, „Starchaser“ digital wieder zu veröffentlichen. Ich besitze eine Kopie des Masterbands aber es gab noch etwas viel Besseres: Es existierte bereits eine digitale Überspielung, die mir zur Verfügung gestellt wurde.

Reparatur

Damals, kurz vor der Veröffentlichung des Albums auf Schallplatte, wurde ein Fehler entdeckt. Der Titel „Who’s gonna save the world?“ hatte einen angeschnittenen Anfang, es fehlten 2 Takte. Weil das Intro aus identischen Wiederholungen besteht, ließ sich das mit „copy and paste“ beheben. Allerdings per Hand, mit Klinge und Klebeband. Die reparierte Fassung war dann die Vorlage für die Pressung. Meine Bandkopie – und auch die digitale Kopie – enthalten aber die ursprüngliche Version. Ich habe also, dieses Mal am Mac, die Schnitte digital nachvollzogen, damit das Intro der Platte entspricht.

Mastering

Eigentlich klingt das Album an sich schon recht modern. Weniger als bei „A real good time“ fand ich es nötig, den Vintage-Charakter zu erhalten. Ich habe den Sound nicht verfremdet, sondern nur das Typische noch etwas verstärkt. Als Dynamik-Prozessor diente fast ausschließlich das oben abgebildete Plug-in Eventide Newfangled Elevate. Bei zwei Titeln war zusätzlich IK Multimedia Dyna-Mu beteiligt, ebenfalls oben zu sehen. Als „A-B-C-fex des 21-sten Jahrhunderts“ habe ich (sehrt dezent) zwei Plug-ins von Ploytec und intelligent sound & music verwendet: Mango und Aroma. Näheres zur genannten Software in meinen Testberichten. Die Parameter-Einstellungen in den Abbildungen entsprechen nicht denen, die ich für „Starchaser“ benutzt habe.

 

Ploytec und ism Mango

Ploytec und ism Mango

Test: Ploytec und intelligent sound and music Mango

Ploytec und ism Aroma

Ploytec und ism Aroma

Test: Ploytec und intelligent sound and music Aroma

 

Norbert hat ein Spontan-Video vom Remastering in meinem Studio aufgenommen, das hier zu sehen ist. (Elvis und Michael waren nicht die ganze Zeit dabei.)

 

 

Links:

Mein gegenwärtiges Projekt hat den Namen BACK TO THE MOON. Hier das aktuelle Album, für das ich dieselben Mastering-Tools verwendet habe::

 

Vergleichstest: Mastering Plug-ins

Aktuelle Testberichte und mehr zum Thema Musik immer hier…

Ein vollständiges Inhaltsverzeichnis aller Artikel auf facebook hier…

 

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